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Kultur

Betrüger versuchte, gefälschte antike Statuen an Sotheby’s zu verkaufen

Bogus Rechnungen wurden durch moderne Drucktechniken entlarvt

Ein Betrüger versuchte, gefälschte antike Statuen an die Auktionshaus Sotheby’s zu verkaufen. Die Täuschung scheiterte, als seine gefälschte Begleitdokumentation mit Druckmethoden entdeckt wurde, die fünfundzwanzig Jahre zu modern waren. Ein Gericht hörte dies in einer jüngsten Verhandlung.

Andrew Crowley, 46 Jahre alt, bat die Auktionsleute, drei kykladische Figuren und eine anatolische Sternenfinder-Statuette zu bewerten, die er von seinem Großvater geerbt hatte. Die Staatsanwaltschaft behauptete, die Objekte seien, wenn sie echt seien, basierend auf früheren Verkäufen zusammen etwa 680.000 Pfund wert gewesen.

Der Richter Rimmer erklärte jedoch, dass diese Schätzung auf mehreren hypothetischen Annahmen beruhte und den Wert auf 340.000 Pfund reduzierte. Crowley hatte für die Statuen gefälschte Rechnungen vorgelegt, die angeblich aus dem Jahr 1976 stammten. Diese Rechnungen nutzten eine Schreibmaschine auf Papier, das mit dem Logo eines Antiquitätenhändlers und einem Neunpennig-Stempel graviert war.

Die Fälschung entpuppte sich jedoch erst, als forensische Wissenschaftler feststellten, dass die Dokumente mit Druckmethoden erstellt worden waren, die erst im Jahr 2001 erfunden worden waren. Experten von Sotheby’s bemerkten zudem Rechtschreibfehler, einschliesslich im Titel des Lieferanten.

Das Gericht verhängte gegen Crowley eine zweijährige suspendierte Strafe. Der Richter erklärte, es handelte sich um einen groben Versuch, die Dokumente frühzeitig als ungültig zu erkennen. Er akzeptierte, dass Crowley die Statuen von seinem Großvater geerbt hatte und nie glaubte, sie seien Fälschungen. Die kykladischen Statuen maßen jeweils etwa 30 Zentimeter und wogen ungefähr ein Kilogramm.

Die legitimen kykladischen Figuren wurden in den Inseln der Kykladen in Griechenland während der Bronzezeit hergestellt, etwa vor 3.000 Jahren. Der Richter betonte, dass die Unredlichkeit in diesem Fall die Dokumente korrigieren müsse. Crowley hatte zuvor eingeräumt, betrügerisch eine falsche Darstellung gegenüber der Auktionsgesellschaft gemacht zu haben, mit der Absicht, zwischen dem 4. November 2022 und dem 27. Juli 2023 Gewinn zu erzielen.

DC Ray Swan, der die Ermittlungen der Metropolitan Police leitete, betonte die wichtige Rolle von Branchenexperten beim Schutz der Integrität des Londoner Kunstmarktes. Die Mitarbeiter von Sotheby’s handelten verantwortungsvoll und schnell, und ihre Zusammenarbeit war entscheidend, um eine erhebliche Betrugsmasche zu verhindern. Ein Sprecher der Auktionsgesellschaft lobte die sorgfältige und hervorragend durchgeführte Ermittlung der Polizei, welche die Verhinderung des Eindringens von gefälschtem Material in den Markt unterstützte.

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