Eine Betrugsmasche zielte auf Filmfans ab, indem gefälschte Streaming-Webseiten für neue Veröffentlichungen beworben wurden. Die Kriminellen nutzten die große Erwartungshaltung für Blockbuster, wie beispielsweise die Verfilmung des antiken Gedichts „Odyssee“, um Opfer zu täuschen. Nutzer, die auf solche Anzeigen stießen, klickten auf die Links und meldeten sich auf den Seiten an, um den Film kostenlos anzusehen.
Obwohl die Seiten positive Bewertungen aufwiesen, forderten sie bei der Registrierung Bankdaten. Diese Forderung war ungewöhnlich für ein angebliches „kostenloses“ Testangebot. Die Betrüger hofften darauf, dass die Nutzer ihre finanziellen Informationen eingaben, bevor sie auf die Täuschung aufkamen. Die Seiten waren jedoch Betrugsmaschen; es existierte keine Version des Films zum Anschauen, und die Bewertungen waren gefälscht. Die Bankdaten der Betroffenen befanden sich somit in den Händen von Kriminellen.
Diese Art von Betrug profitierte von der Aufregung um neue Filme, Fernsehserien oder Videospiele. Indem Betrüger frühen oder einfachen Zugang versprachen, konnten sie Personen dazu verleiten, persönliche Daten preiszugeben. Wer sich jedoch dem Versuch hingab, riskierte nicht nur den Verlust seiner Finanzen, sondern auch die Infektion seines Computers mit Schadsoftware. Diese Schadsoftware konnte dazu führen, dass Hacker die Kontrolle über das Gerät erlangten und Daten fernab auslesen konnten.
Organisationen wie BeStreamWise, eine britische Kampagne, warnten die Öffentlichkeit vor den Gefahren illegalen Streamings. Sie erklärten, dass Personen, die ihre persönlichen Daten einreichten, erneut von Betrügern angegriffen wurden und ihre Gelder aus den Konten entwendet wurden. Analysten betonten, dass die Kriminellen die Aufregung um große Veröffentlichungen ausnutzten, um über gefälschte Streaming-Links persönliche Informationen zu erpressen.
Experten rieten daher dringend dazu, Inhalte ausschließlich über offizielle Dienste anzusehen, um persönliche Daten zu schützen und finanzielle Verluste zu vermeiden. Es wurde betont, dass Nutzer die Webadressen sorgfältig prüfen sollten, um sicherzustellen, dass sie sich auf legitime Seiten befanden. Sollte jemand Opfer eines solchen Betrugs geworden sein, empfahl man unverzüglich die Bank zu informieren und alle Passwörter bei Banken, Anlage- und Rentenversorgern zu ändern. Zudem sollte die Zwei-Faktor-Authentifizierung aktiviert werden, um die Sicherheit zu verstärken.