Die 18-jährige Bianca Adler, eine Schülerin aus Melbourne, erreichte am Mittwoch den Gipfel des Mount Everest und wurde damit die jüngste Australierin, die diesen Berg bestieg. Ihre Leistung beeindruckte die Öffentlichkeit und die Bergreister. Adler erreichte die Höhe von 8.849 Metern gegen 6:30 Uhr Melbourne-Zeit, was einer Zeit von etwa 2:30 Uhr in Nepal entsprach. Sie absolvierte die anspruchsvolle Besteigung unter Begleitung ihrer Guides Pemba und Ngdu.
Für einen Teil der Expedition begleiteten sie ihre Eltern, Paul und Fiona, die ebenfalls begeisterte Bergsteigerinnen waren. In Videos, die für Adlers Reise veröffentlicht wurden, erzählte sie ihrem Vater über einen Funkanruf, dass sie sich auf dem Gipfel gut fühlte, jedoch die schlechten Wetterbedingungen bemerkte. Ihr Vater lobte ihre Anstrengungen und ihre Leistung. Adler antwortete ihm, dass sie sich physisch sehr gut fühlte.
Später berichtete Adler über die Schwierigkeiten des Abstiegs. Sie erklärte auf ihrem Social-Media-Konto, dass der Abstieg anspruchsvoller war und sie viel Vorsicht walten ließ musste. Sie erwähnte, dass der Abschnitt vom Südgipfel zum Hauptgipfel technisch sehr anspruchsvoll war, was deutlich über den vorherigen Felsformationen lag. Bei der Durchquerung der Menge auf dem Weg musste sie sich zudem vorsichtig bewegen, da sich etwa ein Dutzend Personen auf dem Weg befanden.
Nepal meldete, dass 410 ausländische Kletterer für die Besteigung des Mount Everest im Frühsommer Genehmigungen erhielten, wobei die Gebühr für die Besteigung 15.000 US-Dollar betrug. Adler vollendete ihre erste Besteigung nach einem Rückzug von 400 Metern vom Gipfel im Mai des Vorjahres, als starke Winde herrschten. Sie beschrieb diese Entscheidung als extrem schwierig, doch betonte, dass sie stets das Leben vor einer möglichen Gipfelbesteigung wählte.
Paul Adler hatte den Mount Everest bereits im Jahr 2007 bestiegen, während Fiona 2006 den Gipfel erreichte. Das Paar empfing eine Glückwunschnachricht vom damaligen Premierminister John Howard, als sie den Gipfel erreichten. Adler’s Eltern bezeichneten ihre Leistung als „extrem stolz“ und ihre nächste Priorität nach der Rückkehr nach Melbourne sah sie vor sich in der Vollendung der Abschlussklasse.