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Wissenschaft

Bildschirmnutzung bei Kleinkindern: Landmark-Studie warnte vor Entwicklungsrisiken

Experten fordern Überprüfung von Richtlinien und Verantwortung der Hersteller

Eine bahnbrechende Studie zeigte, dass die Bildschirmnutzung bei Säuglingen und Kleinkindern unter zwei Jahren langfristige negative Auswirkungen auf ihre Gesundheit und Lebensqualität haben konnte. Die Forschung warnte davor, dass die Nutzung digitaler Geräte in dieser Phase weitreichende Entwicklungsbedenken hervorrufen könne und forderte eine dringende Untersuchung der Risiken, die Smartphones und Tablets für Säuglinge darstellen. Die Studie beleuchtete die Gefahr, dass Eltern durch mangelnde Anleitung unbeabsichtigt ungesunde Gewohnheiten und Beziehungen zu digitalen Geräten vermittelten.

Die Forschungsergebnisse zeigten eine breite Palette potenzieller Schäden. Es wurden reduzierte Gelegenheiten zur Bindung mit Bezugspersonen, weniger Zeit für körperliches Spiel mit anderen Kindern sowie eine eingeschränkte sprachliche Entwicklung identifiziert. Darüber hinaus deutete die Untersuchung darauf hin, dass die Nutzung digitaler Medien zu Überstimulation und Schlafstörungen führen konnte und Implikationen für die Augenheilkunde sowie die Entwicklung von Kinderfettleibigkeit besaß. Es bestand auch die Sorge, dass Säuglinge digitale Geräte zur Beruhigung suchten, anstatt auf ihre Eltern.

Die Forscher betonten, dass passive Exposition gegenüber Bildschirmen gesellschaftlich unvermeidbar sei, jedoch die bewusste Nutzung das Risiko erheblich verstärkte, ohne einen nennenswerten Vorteil zu bieten. Daher rief die Studie dazu auf, jegliche offizielle Empfehlungen, die regelmäßige Bildschirmzeit für Kleinkinder vorschrieben, zu überdenken. Solche Empfehlungen könnten von Eltern und Betreuern falsch interpretiert worden sein und fälschlicherweise als Sicherheit oder Ermutigung missverstanden worden sein.

Die Forschungsteam forderte eine umfassende Risikobewertung der Bildschirmzeit bei Säuglingen. Es wurde argumentiert, dass die Verantwortung nicht allein bei den Eltern liegen dürfe. Es sollte ein Zugang zu vertrauenswürdigen Ratschlägen und praktischer Hilfe für Familien geschaffen werden, um bei auftretenden Entwicklungsanfälligkeiten gezielte Unterstützung zu gewährleisten. Zudem forderten die Forscher Technologieunternehmen auf, ihre Rolle zu übernehmen und Inhalte nicht als geeignet für Säuglinge zu kennzeichnen, wenn die wissenschaftlichen Beweise das Gegenteil belegten.

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