Schulleiter in England äußerten Bedenken hinsichtlich der geplanten Änderungen bei der Bereitstellung von Bildung für Kinder mit besonderen Bedürfnissen. Sie befürchteten, dass eine Politik, welche die akademische Leistung als oberstes Ziel setzte, die Fortschritte bei der Inklusion behinderte. Die Änderungen der Bildung für besondere Bedürfnisse könnten durch Richtlinien untergraben werden, welche die Prüfungsergebnisse über die Unterstützung inklusiver Schulen stellten.
Die Vereinigung der Schulleiter und Kollegien vertrat die Auffassung, dass die Betonung akademischer Ziele im Widerspruch zu den Maßnahmen stand, die darauf abzielten, den allgemeinen Schulen die Aufnahme weiterer Kinder mit besonderen Bedürfnissen und Behinderungen zu ermöglichen. Diese Organisation kritisierte die Verpflichtung zu „hochgewichteten“ Prüfungen, wie beispielsweise eine vorgeschlagene Leseprüfung in der achten Klasse. Sie argumentierten, dass diese Bewertungen für Schulleiter perverse Anreize schufen, da sie für schlechtere akademische Ergebnisse einiger Schüler mit besonderen Bedürfnissen bestraft wurden. Diese Probleme ließen sich nicht durch eine isolierte Reform der Bildungsinhalte beheben.
In ihrer offiziellen Antwort auf das Bildungspapier der Schulen betonte die Organisation, dass die „Ambitions“-Sektion des Dokuments die besonderen Bedürfnisse und die breiteren Ergebnisse ausließ und stattdessen ausschließlich auf die akademische Leistung fokussierte. Diese Inkonsistenz stellte die Grundlage dar, auf der die Reformen entweder erfolgreich oder gescheitert werden würden. Es wurde gefordert, dass das Prinzip der „Für alle“ auf alle Bereiche der Bildungspolitik angewandt wurde.
Die Spezialistin für Bildung und Inklusion der Vereinigung erklärte, dass die Reformen zwar großes Potenzial für Verbesserungen besaßen, aber die Schulen in der Lage sein mussten, diese umzusetzen. Sie forderte angemessene Personalbesetzung, finanzielle Mittel und Zeit für die Vorbereitung, einschließlich notwendiger Schulungen. Ohne diese Ressourcen bestand ein ernstes Risiko, dass Schulen in eine unlösbare Lage gebracht wurden, die Beziehungen zu den Eltern beschädigt wurden und die Kinder ohne die notwendige Unterstützung blieben.
Bezüglich der geplanten Änderungen, die eine „Inklusionsbasis“ für Kinder mit besonderen Bedürfnissen in allgemeinen Schulen vorsah, fehlte es an Details zur Funktionsweise dieser Basis. Es wurde betont, dass diese Basis keine Räume umfassen dürfe, die Kinder aufgrund ihres Verhaltens aus den Klassenzimmern ausschlossen. Die Inklusionsbasis durfte keine Verwahrlosungsstätten oder eigenständige Einheiten werden. Die Gruppe von Kinderhilfsorganisationen warnte zudem davor, dass die Verfahren zur Beschwerde bei Schulen keine adäquate Ersetzung für rechtlich durchsetzbare Rechte darstellten. Dies würde zu erheblichen Spannungen zwischen Schulen und Eltern führen und die Belastung für das Schulsystem erhöhen.
Neue Forschungsergebnisse zeigten, dass die Änderungen durch die zunehmende Konzentration von Schülern mit besonderen Bedürfnissen in einer geringen Anzahl von allgemeinen Schulen behindert werden konnten. Die Studie ergab eine große Diskrepanz zwischen den allgemeinen Schulen mit den wenigsten und den meisten Schülern mit besonderen Bedürfnissen. Die Analyse zeigte, dass Familien zu Schulen mit guter Reputation hingezogen wurden, während andere Schulen Schüler mit besonderen Bedürfnissen abwehrten. Es wurde ein klarer Bedarf für eine stärkere Rolle der lokalen Behörden bei der Zulassung festgestellt, um sicherzustellen, dass die Platzierungsentscheidungen fair und transparent getroffen wurden.