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Wirtschaft

Biometrische Zahlungen erobern australischen Einzelhandel

Verifone testet Gesichtserkennung und Handabdruck zur Beschleunigung von Transaktionen

Das Unternehmen Verifone begann seine Expansion in den australischen Einzelhandel durch die Einführung biometrischer Zahlungstechnologien. Die Firma, die hinter 300.000 Eftpos-Terminals in Australien stand, hoffte, dass Kunden Zahlungen durch einen einfachen Blick auf einen Bildschirm tätigen würden. Verifone vermarktete die Innovation als Möglichkeit, „für den Kaffee mit einem Lächeln zu bezahlen“, indem sie schnellere Abwicklungen für Nutzer versprach, die die Verwendung ihrer Gesichts- oder Hand-Ader-Biometrie für Eftpos-Transaktionen akzeptierten.

Der Leiter des Produkts für den asiatisch-pazifischen Raum bei Verifone, Ben Hughes, erklärte, dass biometrische Zahlungen die „Reibung“ langsamer Transaktionen beseitigen würden. Er betonte, dass dies die Situation verbessere, in der Kunden beispielsweise bei einem Lebensmittelgeschäft eine Kundenkarte und eine Zahlungskarte bedienen mussten. Das Unternehmen erwartete, dass Einzelhändler die Verifone Victa-Geräte schrittweise einsetzten, während ihre bestehenden Terminals ihren Lebenszyklus erreichten.

Hughes erläuterte, dass die Technologie eine Zustimmung von Banken und anderen Organisationen erforderte, um die Nutzung biometrischer Daten zu ermöglichen. Er stellte klar, dass die Bilder selbst nicht von Verifone gespeichert wurden, sondern dass die biometrischen Profile von Händlern, Banken oder digitalen Geldbörsen verwaltet wurden. Kunden behielten die Möglichkeit, weiterhin kontaktlose Zahlungen mit ihrer Karte oder ihrem Mobiltelefon zu nutzen.

Das Unternehmen implementierte zudem Schutzmaßnahmen, um das „Spoofing“ von Hand oder Gesicht anderer Personen zu verhindern, wie es bei der Einführung von Gesichtserkennungs-Technologien geschah. Verifone sah diese Entwicklung als kontinuierliche Weiterentwicklung und verglich sie mit der anfänglichen Skepsis gegenüber kontaktlosen Zahlungen. Der Präsident von Verifone für den asiatisch-pazifischen Raum, Paris Tsounias, merkte an, dass die Statistiken zeigten, dass über 90 Prozent der Transaktionen bereits kontaktlos erfolgten. Er argumentierte, dass das Risiko durch eine Vielzahl von Zertifizierungen und Compliance-Vorschriften abgedeckt sei.

Im Kontext der allgemeinen Zahlungslandschaft zeigte sich auch eine Verschiebung weg von physischen Karten. Die Reserve Bank of Australia berichtete, dass die Zahl der Personen, die mittels Kartentapping zahlten, im Jahr 2025 von einem Höchststand im Jahr 2022 von fast 80 Prozent auf unter 60 Prozent gesunken war. Gleichzeitig stieg die Nutzung von Geräten wie Mobiltelefonen oder Smartwatches auf fast 40 Prozent an, was die Akzeptanz digitaler Zahlungsmethoden unterstrich.

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