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Bison rammt Mann in Yellowstone: Warnung vor unberechenbarem Wildtier

Ein alter Mann erlitt Verletzungen; Nationalparkverwaltung mahnt zur Einhaltung von Sicherheitsabständen

Ein Stierbison, dessen Gewicht schätzungsweise 900 Kilogramm betrug, stürmte auf einen älteren Mann zu und rammte ihn mit seinem Kopf, wodurch dieser in die Luft geschleudert wurde. Der Vorfall ereignete sich im Yellowstone-Nationalpark in Wyoming. Videoaufnahmen des Geschehens zeigten, wie ein junger Mann und sein Enkel das Tier fotografierten, bevor das massive Tier auf die Beine sprang und ihnen nachjagte. Der Mann, identifiziert durch US-Medien als Carl Isom-McDaniel, erlitt mehrere Verletzungen und wurde von Zeugen als „in großer Schmerzen“ beschrieben. Er musste ins Krankenhaus gebracht werden. Die Nationalparkverwaltung (NPS) veröffentlichte zu diesem Zeitpunkt keine weiteren Informationen über den Angriff und bat die BBC um Stellungnahme.

Die Organisation betonte auf ihrer Webseite, dass große Tiere mehr Menschen in Yellowstone verletzt hätten als andere Wildtiere. Sie erklärten, dass diese Tiere dreimal schneller laufen konnten als Menschen, weshalb es von größter Bedeutung sei, ihnen ausreichend Raum zu gewähren. Die NPS riet Besucher ausdrücklich, stets mindestens fünfundzwanzig Meter von Bisontieren fernzuhalten und niemals ein Tier anzusteuern, um ein Foto zu machen.

Der Vorfall ereignete sich am Freitagabend in der Nähe des Bridge Bay Campgrounds am Yellowstone-See, in der letzten Stunde vor Sonnenuntergang. Als der Bison den weißen Lastwagen angriff, beschleunigte der Fahrer und fuhr davon. Das Tier setzte seine Fahrt fort und hinterließ einen Staubschleier in seinem Pfad, während es auf Isom-McDaniel und seinen Enkeln zustürmte. Das Tier griff den Mann mit seiner linken Hörner an und schleuderte ihn in die Luft. Mike Macleod, der den Vorfall filmte, berichtete, dass der Mann zwar starke Schmerzen im Bein hatte, aber den gesamten Zeitraum über bei klarem Verstand und guter Laune blieb.

Die Wissenschaft lieferte zusätzliche Einblicke in das Verhalten der Tiere. Jennifer Barfield, wissenschaftliche Leiterin der Herde für Bison in Colorado, erklärte, dass die Jahreszeit der Sommer die Hauptsaison für den Besuch Yellowstone sei, da fast sechzig Prozent der jährlichen Besuche in den Monaten Juni, Juli und August stattfanden. Der Juli überschnitt sich mit der Paarungszeit, einer Phase erhöhter Testosteronwerte bei den Bullen. Professor an der Colorado State University äußerte, dass dies das Verhalten der Tiere stark beeinflusse und sie potenziell unberechenbarer machten als zu anderen Jahreszeiten.

Barfield betonte, dass ihre Forschungsgruppe während der Paarungszeit Abstand hielt, es sei jedoch ratsam, immer die Mindestdistanz von fünfundzwanzig Metern für die Sicherheit zu beachten. Besucher sollten daher stets die Empfehlungen der Nationalparkverwaltung befolgen, um sowohl ihre Sicherheit als auch die Unversehrtheit der Wildtiere zu gewährleisten.

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