Der stellvertretende Generalstaatsanwalt Todd Blanche erließ am Sonntag eine formelle Anordnung, welche den 1,8-Milliarden-Dollar-Fonds zur Kompensation politischer Verbündeter Donald Trumps beendete. Diese Maßnahme folgte Wochen intensiver Verhandlungen mit zwei Republikanern, die Trumps Ernennung zum Generalstaatsanwalt blockierten. Blanche erklärte öffentlich, dass der Fonds bereits tot sei, doch das Justizministerium hatte die formelle Bestätigung schriftlich verweigert. Diese Zurückhaltung sorgte bei Gesetzgebern für Besorgnis, da die Möglichkeit einer Wiederbelebung des Fonds, insbesondere angesichts Trumps anhaltender Unterstützung für die Idee, diskutiert wurde.
Die Anordnung spezifizierte, dass der Fonds aufgelöst wurde, obwohl der stellvertretende Generalstaatsanwalt wiederholt vor dem Kongress und in schriftlichen Antworten dargelegt hatte, dass der Fonds nicht voranschreite. Das Dokument widerrief somit die Anordnung vom 18. Mai 2026. Darüber hinaus limitierte das von Blanche veröffentlichte Dokument den Umfang einer anderen Bestimmung der Einigung, welche Trumps und seiner Familie eine weitreichende Immunität von Steuerprüfungen gewährte. Es klärte, dass diese Steuerimmunität nur rückwirkend auf Ansprüche angewandt wurde, die zum Zeitpunkt der Einigung offenstanden, und schützte den Präsidenten nicht vor der Prüfung zukünftiger Steuererklärungen.
Parallel zu diesen Justizangelegenheiten entwickelten sich weitere politische und internationale Entwicklungen. Robert F. Kennedy Jr., der US-Gesundheitsminister, riet amerikanischen Eltern am Sonntag dazu, ihre Kinder gegen Masern impfen zu lassen. Kennedy, ein bekannter Impfgegner, verstärkte die Verbreitung von Fehlinformationen über Impfungen, einschließlich des Impfstoffs gegen Masern, in einem kontroversen Gespräch mit CNNs State of the Union.
Donald Trump teilte mit, dass er geplante militärische Angriffe gegen Iran abgebrochen hatte, da ein Abkommen über das nukleare Programm und die vollständige Wiedereröffnung des Hormusstraits „rasch“ erreicht worden sei. Der Präsident pausierte die Angriffe in Erwartung eines Durchbruchs und als Reaktion auf Forderungen von Iran und anderen regionalen Staaten. Brent-Rohöl, der internationale Benchmark, notierte am Vormittag einen Rückgang von fünf Prozent auf 83,50 Dollar pro Barrel.
Im Bereich der inneren Sicherheit wurden Berichte über die Behandlung von Hungerstreikenden in den Detentionszentren der Immigration and Customs Enforcement (ICE) veröffentlicht. Ermittlungen zeigten, dass Beamte versucht hatten, mindestens zehn Hungerstreikende zu zwingen, medizinische Verfahren durchzuführen, einschließlich Zwangsernährung. Experten bezeichneten diese Praktiken als Folter. Die Regierung räumte diese Praktiken öffentlich nicht ein, während die Zahl der in ICE-Zellen festgehaltenen Immigranten stieg. Die Untersuchung enthüllte detaillierte Verfahren wie Zwangsernährung und Blutentnahmen, welche erhebliche Schäden an den Körpern verursachten.