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Politik

Gericht verhängte Schadensersatz gegen Bloomberg wegen Verleumdung von Regierungsministern

Reporter und Nachrichtenagentur mussten hohe Entschädigungen zahlen

Ein Gericht in Singapur verhängte Schadensersatz gegen Bloomberg und einen seiner Reporter. Die Organisation sowie der Reporter Low De Wei wurden zur Zahlung von insgesamt 460.000 Singapur-Dollar (etwa 355.734 US-Dollar) verurteilt. Dies geschah nach einer Entscheidung des Obersten Gerichts, das feststellte, dass ein veröffentlichter Artikel zwei Regierungsminister verleumdet hatte.

Die Verurteilung betraf die Zahlung von 230.000 Singapur-Dollar an jeden Minister. Diese Summe bestand aus 170.000 Singapur-Dollar als allgemeinen Schadensersatz und 60.000 Singapur-Dollar als erhöhten Schadensersatz. Die Klage erhoben die Minister K Shanmugam und Tan See Leng gegen Bloomberg und den Reporter wegen eines Artikels aus dem Dezember 2024, der die Geheimhaltung bei teuren Immobilientransaktionen, den sogenannten „Good Class Bungalows“, thematisierte und diese mit den Ministern in Verbindung brachte.

Bloomberg verteidigte die Berichterstattung als korrekte Darstellung von Trends in Luxusimmobiliengeschäften. Die Nachrichtenorganisation argumentierte vor dem Gericht, dass der Artikel keine Unrechtmäßigkeiten bei den Ministern behauptete. Der Rechtsbeistand der Minister forderte erhöhten Schadensersatz, da die Verursacher böswillig gehandelt hätten.

Die Richterin Audrey Lim begründete ihre Entscheidung in ihrer Urteilsbegründung. Sie stellte fest, dass der Hauptzweck des Artikels die Darstellung der Kläger und ihrer Immobiliengeschäfte war. Die breitere Erzählung über die Nutzung nicht-befristeter Transaktionen und Vertrauensstrukturen zur Verschleierung von Geschäften diente lediglich als Deckmantel für diese Hauptgeschichte.

Die Richterin stellte zudem fest, dass der Reporter Low bei der Beschreibung der Intransparenz lokaler Regierungsunterlagen für nicht-befristete Bungalow-Transaktionen unvorsichtig und falsch gehandelt hatte. Sie bemerkte, dass diese Unterlagen in öffentlichen Registern geführt und über den integrierten Landinformationsdienst der Landbehörde durchsuchbar waren, eine Tatsache, die der Reporter durch seine Recherchen kannte.

Die Richterin beendete ihre Entscheidung, indem sie feststellte, dass die Handlung von Bloomberg, den Paywall für den Artikel zu entfernen, ebenfalls böswillig war. Dies zeigte die Organisation, dass sie die Korrekturanweisung der Plattform für die Verbreitung des Artikels ignorierte und öffentlich ihre Berichterstattung verteidigte.

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