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Politik

Bombenanschlag in Damaskus tötet sechs Menschen

Regierung wirft IS vor, Sicherheitslage bleibt prekär

Ein Bombenanschlag in einem belebten Café in zentralem Damaskus tötete mindestens sechs Menschen und verletzte zwanzig zwei weitere Personen. Die syrische Staatsmedien berichteten über den Vorfall. Das Innenministerium teilte mit, dass ein Sprengkörper im Café platziert worden war. Das Lokal lag nur hundert Meter vom Palast der Justiz entfernt, einem wichtigen Regierungsgebäude im Hejaz-Distrikt der Hauptstadt. Die Explosion stellte den tödlichsten Angriff in Damaskus dar, seit ein Suizidangriff auf eine Kirche im Juni 2025 fünfundzwanzig Menschen getötet hatte.

Eine schattige jihadistische Gruppe, Saraya Ansar al-Sunnah, erklärte, dass sie hinter der Explosion stand. Die Behörden wiesen jedoch die Verantwortung auf die islamistische Gruppe vom Staat Islam (IS) zurück. Der Besitzer eines Gläsergeschäfts neben dem Café berichtete, dass der Anschlag an die Kämpfe während des Bürgerkriegs in Syrien erinnerte. Er schilderte, wie er starken Druck empfand und das gesamte Lokal erzitterte, als er sah, wie Menschen mit Blut auf dem Boden lagen.

Grafische Videoaufnahmen, die in sozialen Medien veröffentlicht wurden, zeigten mindestens zwei Männer, die unbeweglich auf der Terrasse des Cafés lagen. Der Gouverneur Damaskus, Maher Marwan Idlibi, besuchte die Szene und versprach, dass diejenigen, die für das Blutvergießen verantwortlich waren, bestraft würden. Er betonte, dass böswillige Parteien jedes Mal versuchten, eine Periode der Stabilität zu destabilisieren.

Seit den Aufständen islamistischer Rebellen, die Bashar al-Assad im Dezember 2024 stürzten und somit dreizehn Jahre des verheerenden Bürgerkriegs beendeten, kam es in Damaskus zu mehreren Angriffen. Der Übergangspräsident Ahmed al-Sharaa kämpfte seit seiner Machtübernahme darum, die Kontrolle über das gesamte Land zu festigen und die Sicherheit wiederherzustellen. Es kam zudem zu mehreren tödlichen sektiererischen Kämpfen zwischen den Regierungstruppen und Mitgliedern der alawitischen und Druse-Religionsminoritäten.

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