Ein Mann, der im Dezember als Held gefeiert wurde, als er einen der Schützen beim Schusswechsel am Bondi Beach neutralisierte, sah sich von der Polizei von Verfolgungsanklagen freigesprochen. Ahmed al-Ahmed, 44 Jahre alt, wurde im Juni wegen häuslicher Gewalt, Nötigung und Belästigung angeklagt. Die Staatsanwaltschaft zog die Anklagen zurück, nachdem vereinbart wurde, dass al-Ahmed eine 12-monatige Schutzanordnung gegen häusliche Gewalt einhielt, welche seine Kontakte zu seinem Vater limitierte.
Die Anklage bezog sich auf Vorwürfe, die er im März in einem Haus in Südwest-Sydney gegen seinen Vater erhob. Al-Ahmed wies beide Anschuldigungen zurück. Sein Verteidiger betonte vor Gericht, dass die Anordnung, die al-Ahmed vor dem Angreifen, Bedrohen, Belästigen oder Nötigen seines Vaters verbietet, ohne Eingeständnisse akzeptiert worden war.
Al-Ahmed hatte globale Aufmerksamkeit erregt, als Aufnahmen seiner Aktion bei dem Terroranschlag am Bondi Beach veröffentlicht wurden. Er hatte einen der beiden Schützen, die während eines Ereignisses für Juden am Bondi Beach Schüsse abfeuerten und fünfzehn Menschen töteten, neutralisiert. Er entnahm einen Gewehr von Sajid Akram und wurde anschließend mehrmals von einem zweiten mutmaßlichen Schützen, Naveed Akram, erschossen.
In einer separaten Angelegenheit wurden zwei Brüder von Al-Ahmed wegen Vorwürfen angeklagt, ihn bedroht und versuchten, Gelder zu erpressen, die er im Zusammenhang mit der internationalen Aufmerksamkeit für seine Taten gesammelt hatte. Al-Ahmed erklärte diese Situation für unwahr und wies die Vorwürfe der Erpressung zurück. Seine Brüder erhielten unter Auflagen eine richterliche Freilassung, nachdem sie sich gegen die Anklagen zur Nötigung und Belästigung ausgesprochen hatten.
Die Ermittlungen zeigten, dass die Angelegenheit eine komplexe Mischung aus persönlichem Konflikt und juristischen Verfolgungen darstellte. Die Entscheidung der Staatsanwaltschaft beendete die strafrechtliche Verfolgung, während die Schutzanordnung für den Vater in Kraft blieb. Al-Ahmed begrüßte die Entwicklung und äußerte sich als „freier Mann“ und hoffte auf „Frieden“.