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Boot in der Meerenge in Flammen: Über 150 Migranten gerettet

Unfall in den französischen Gewässern wirft Fragen zur Sicherheit von Fluchtrouten auf

Mehr als 150 Migranten wurden gerettet, nachdem ein Boot, das die Meerenge überqueren sollte, in Flammen aufgegangen war. Die französischen Behörden berichteten, dass das Schiff am Dienstagmorgen Feuer gefangen hatte, als es versuchte, nach Großbritannien zu gelangen.

Die maritime Präfektur von Kanal und Nordsee erklärte, dass 157 Personen gerettet worden seien und in Boulogne-sur-Mer gebracht würden. Es gab keine Berichte über Verletzte oder Todesfälle. Die Rettungsboote aus Frankreich und Großbritannien, darunter das RNLI Eastbourne und die britischen Einheiten Border Force, unterstützten die Operation.

Die Behörden gaben an, dass die Migranten, die die Meerenge in kleinen Booten überquerten, die Hilfe der französischen Rettungsdienste ablehnten. Sie akzeptierten Unterstützung nur in extremen Notfällen. Aufgrund der strukturellen Zerbrechlichkeit der verwendeten Boote entschieden sich die Behörden, keine weiteren Eingriffe vorzunehmen, bevor das Schiff in Brand geriet.

Der Vorfall ereignete sich kurz nach der Ankündigung des Premierministers Andy Burnham, dass seine Regierung entschlossen sei, die Zahl der Menschen, die in das Vereinigte Königreich über kleine Boote strömten, einzudämmen. Die politische Debatte um irreguläre Migration erlebte durch den Vorfall eine erneute Belebung.

Die Zahlen der Überquerungen in das Vereinigte Königreich sanken im laufenden Jahr um etwa 43 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Obwohl die Zahl der Überquerungen in den Sommern höher war, zeigte die Statistik einen Abwärtstrend seit 2022. Der Premierminister Burnham betonte, dass Fortschritte bei der Eindämmung der Ströme gemacht worden seien und dass ein System zur Schaffung sicherer Routen für Menschen aufgebaut werden müsse.

Zuvor schloss das Vereinigte Königreich ein Abkommen mit Frankreich über 662 Millionen Pfund, um illegale Migranten von der Meerenge fernzuhalten. Dieses Abkommen umfasste Pläne zur Entsendung von Polizei zur Bekämpfung von Gewalt und den Einsatz von Drohnen und Helikoptern zur Abfangen von Schleusern. Die Regierung diskutierte darüber, ob finanzielle Mittel nach einem Jahr zurückgezogen würden, falls die Zielvorgaben nicht erreicht wurden.

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