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Wirtschaft

BP entwickelte Offshore-Gasfeld in Venezuela

Europäische Ölgesellschaft kehrte nach politischem Wandel zurück

BP entwickelte ein Offshore-Gasfeld in Venezuela. Die Ölgesellschaft antwortete auf die Forderung von Donald Trump, Unternehmen zu unterstützen, die fossile Brennstoffindustrie Venezuelas wieder aufzubauen. BP plante die Entwicklung der zweiten Phase des Loran-Gasfeldes in einer der ersten großen ausländischen Investitionen in Venezuela seit der Absetzung von Nicolás Maduro im Januar.

Für die Entwicklung des Feldes verbündete sich BP mit zwei Ölfirmen, die enge Verbindungen zur Trump-Administration besaßen. Zudem beteiligte sich eine qatarische Firma, die den Al-Khayyat-Brüdern gehörte, an dem Projekt. Diese Investition stand im Kontext der Entwicklung eines umstrittenen Resorts in Albanien, das mit Ivanka Trump und Jared Kushner verbunden war.

BP arbeitete auch mit der Auslandsinvestitionssparte der nationalen Ölgesellschaft der Vereinigten Arabischen Emirate zusammen. Sultan Al Jaber, der Industrieminister, versprach damals, dass der Golfstaat seine Investitionen im US-Energiesektor innerhalb eines Jahrzehnts um das Sechsfache auf 440 Milliarden Dollar steigern würde.

Der Abschluss des Vertrags machte BP zu einer der ersten großen internationalen Ölgesellschaften, die nach dem Rivalen Shell, der bereits die erste Phase des Loran-Feldes entwickelte, in Venezuela zurückkehrte. Caracas verhandelte zudem über Ölprojekte mit der italienischen Ölgesellschaft Eni.

Meg O’Neill, die Vorstandsvorsitzende von BP, bezeichnete die Lizenz als „einen wichtigen Fortschritt“ in der Zusammenarbeit mit Caracas, welche den gemeinsamen Fortschritt widerspiegelte. BP gehörte zu einer kleinen Gruppe europäischer Ölunternehmen, die seit der politischen Veränderung in der Region in das Becken zurückkehrten.

ExxonMobil und ConocoPhillips begannen ebenfalls, Möglichkeiten in Venezuela zu sondieren, jedoch waren sie langsamer bei der Unterstützung der fossilen Brennstofferneuerung, nachdem das Land die Industrie 2007 nationalisiert hatte. Chevron blieb als Minderheitspartner der staatlichen Ölgesellschaft Venezuelas und produzierte weiterhin Rohöl.

Venezuela besaß nach Schätzungen die größten Ölreserven der Welt. Dennoch erodierten durch ein Vierteljahrhundert der Vernachlässigung, der Unterinvestition und der Korruption die Ölindustrie und fielen die Produktion auf etwa eine Milliarde Barrel pro Tag. Seit der Übernahme der Ölindustrie durch die Trump-Administration stieg die Ölproduktion jedoch auf 1,2 Millionen Barrel pro Tag, was den Export an US-Raffinerien auf das höchste Niveau seit 2019 hob.

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