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Brand in Bangkok: 30 Tote bei Barfeuer, Ermittlungen wegen Sicherheitsmängeln

Polizei untersuchte Versäumnisse bei der Flucht und Verwendung brennbarer Dekorationen

Die Todesfolge des Brandes in einer Bar in Bangkok stieg auf 30 Tote, als die Polizei Versäumnisse in der Sicherheit untersuchte. Überlebende berichteten von verschlossenen Türen und dem Fehlen von Hinweisschildern, welche die Fluchtwege markierten. Die Behörden begannen eine Untersuchung, um festzustellen, ob Fahrlässigkeit die tödliche Flammenentwicklung verursachte.

Die Ermittler stellten fest, dass die Verwendung brennbarer Materialien zur Dekoration die schnelle Ausbreitung des Feuers begünstigt hatte. Die Polizei General Kittiratt Phanphet erklärte am Montag, dies deute auf mangelnde Vorsicht und Missachtung der Sicherheit der Gäste hin. Der Brand forderte mindestens 30 Todesopfer und verletzte Dutzende von Menschen schwer.

Erste Hilfeleute fanden viele der Opfer in den Toiletten am Ende der Bar. Experten vermuteten, dass die Betroffenen von dort aus fliehen wollten, jedoch durch verschlossene Türen nicht entkommen konnten. Ein Sicherheitsfachmann bemerkte, dass die Tür nahe den Toiletten verschlossen war und die Eingangstüren teilweise durch Möbel blockiert blieben.

Ein weiterer Aspekt der Gefahr betraf die Dekoration. Die Bühne wurde mit hochbrennbaren Materialien wie Plastikblumen und brennbarem Schaum verziert. Ein Professor für Bauingenieurwesen glaubte, dass viele Menschen durch das Einatmen toxischer Rauchgase, wie Kohlenmonoxid und Chlorgas, starben, noch bevor sie verbrannt wurden.

Die Ursache des Brandes deutete vorläufig auf einen Kurzschluss eines Klimageräts hin, welcher die Stromversorgung der Bar schnell unterbrach. Da die Bar als Restaurant mit Live-Musik und nicht als Unterhaltungsstätte registriert war, waren brandschutzhemmende Materialien nicht vorgeschrieben. Die Metropolbehörde von Bangkok überprüfte daher die Vorschriften für Materialien in der Konstruktion und Dekoration von Unterhaltungsstätten und Restaurants.

Die Eigentümerin der betroffenen Einrichtung besaß zuvor eine andere Bar in der Provinz Yasothon, welche im Dezember 2019 ebenfalls durch einen Brand zerstört worden war. Dieses frühere Ereignis hatte keine Todesopfer, da der Brand tagsüber stattfand.

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