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Politik

Brand bei Ölraffinerie in Libyen: Drohnenangriffe verschärften die Instabilität

Nationales Ölunternehmen drohte mit Betriebsunterbrechung nach Angriffen

Die Behörden in Libyen kämpften gegen einen massiven Brand bei einer wichtigen Ölraffinerie. Die Anlage, gelegen westlich der Hauptstadt Tripolis, wurde am Montagabend durch einen Drohnenangriff ins Visier genommen. Dies stellte den dritten solchen Vorfall innerhalb von zwei Tagen dar.

Die Nationale Ölgesellschaft (NOC) teilte mit, dass ein Tank mit etwa 4,5 Millionen Litern Treibstoff direkt getroffen wurde. Dieser Angriff löste ein heftiges Feuer aus, welches zur Zerstörung des Tanks führte. Das Unternehmen erwog, den Betrieb auszusetzen, sollten die Angriffe andauern.

Die Rettungsdienste berichteten am Dienstag, dass es keine schwerwiegenden Verletzungen gab. Die meisten Patienten erlitten Rauchvergiftungen und wurden behandelt. Die Raffinerie stellte eine wichtige Produktionsstätte dar, die täglich 120.000 Barrel Öl produzierte.

Die NOC verurteilte ähnliche Angriffe in den vergangenen Tagen in Zawiya. Zuvor hatten Drohnen auch ein Naphtha-Reservoir sowie eine Wasserentsalzungsanlage angegriffen. Das Unternehmen forderte die Verantwortlichen auf, die Täter der Gewalt zu ermitteln.

Diese Vorfälle unterstrichen die anhaltende Instabilität in Libyen. Das Land teilte sich seit dem Sturz des ehemaligen Führers Muammar Gaddafi in einen Konflikt auf. Rivalisierende Machtzentren rangen um politische und militärische Dominanz. Einerseits unterstützte der Militärkommandant Khalifa Haftar die Macht im Osten, während im Westen die Regierung unter Premierminister Abdulhamid Dbeibah regierte.

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