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Welt

Brasilien überwachte zwei Patienten auf Ebola-Infektion

Zwei Fälle außerhalb Afrikas sorgten für Besorgnis; WHO betonte geringe globale Verbreitung

Gesundheitsbehörden in Brasilien überwachten zwei Patienten auf eine mögliche Ebola-Infektion in den zwei größten Städten des Landes, São Paulo und Rio de Janeiro. Der Mann von 37 Jahren aus der Demokratischen Republik Kongo zeigte in São Paulo Symptome wie Fieber, berichtete die Landesregierung. In Rio de Janeiro aktivierte das Gesundheitsamt Sicherheitsprotokolle, nachdem ein Belgier aus Uganda virale Symptome wie Husten, Schüttelfrost und Durchfall zeigte.

Die Testergebnisse für beide Patienten sollten nächste Woche verfügbar werden. Sollten die Fälle bestätigt werden, stellten sie die ersten Ebola-Infektionen außerhalb Afrikas dar, seit der Ausbreitung in der Demokratischen Republik Kongo begann. In der DR Kongo meldete man bereits über tausend Verdachtsfälle und mindestens 246 Todesfälle. Die aktuelle Epidemie wurde durch einen seltenen Ebola-Stamm namens Bundibugyo verursacht, der keine zugelassene Impfung besaß und etwa ein Drittel der Infizierten tötete.

Während die beiden Patienten in Brasilien weiterhin auf Ebola überwacht wurden, wurden beide bereits mit anderen Erkrankungen diagnostiziert. Der Mann aus der DR Kongo testete in São Paulo positiv auf Meningitis und befand sich in ernstem Zustand. Der belgische Patient in Rio testete positiv auf Malaria. Die jeweiligen Diagnosen schlossen nicht den Verdacht aus, dass auch Ebola vorlag, so die Behörden.

Ebola-Viren infizierten normalerweise Tiere, typischerweise Fruchtfledermäuse, doch Ausbrüche bei Menschen begannen manchmal, wenn Menschen infizierte Tiere aßen oder berührten. Die Viren verbreiteten sich durch direkten Kontakt mit den Körperflüssigkeiten einer infizierten Person, darunter Schweiß, Speichel, Blut, Samen, Exkremente, Urin und Erbrochenes.

Die medizinische Hilfsorganisation Médecins Sans Frontières (MSF) warnte am Samstag vor einer „alarmierenden Situation“, da die rasche Verbreitung des Virus eine beispiellose Anzahl von Fällen so früh in der Epidemie verursachte. Der Leiter der Weltgesundheitsorganisation, Dr. Tedros Adhanom Ghebreyesus, besuchte weiterhin die Ituri-Provinz der DR Kongo, die am stärksten betroffene Region, wo er die Eindämmungsbemühungen überwachte. Trotz der möglichen Fälle des Virus außerhalb Afrikas betonte die Weltgesundheitsorganisation wiederholt, dass eine globale Verbreitung höchst unwahrscheinlich blieb.

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