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Politik

Britisch-Ägyptische Frau in Kairo festgenommen

Großbritannien drängt auf Freilassung wegen politischer Kritik

Das britisch-ägyptische Frau Eman el-Shazly wurde am 16. August in Ägypten festgenommen. Die Verhaftung erfolgte im Zusammenhang mit der politischen Aktivität ihrer Schwester, Mona. Die britische Auswärtige Behörde wurde aufgefordert, einzugreifen, um die Freilassung der Frau zu sichern. Die Verhaftung erfolgte angeblich, um die Kritik an der ägyptischen Regierung zu unterdrücken.

Eman, 45 Jahre alt und ansässig in Birmingham, wurde in ein Rehabilitationszentrum gebracht. Ihre Anwälte erklärten, dass sie inhaftiert worden war, um ihre Schwester Mona zum Schweigen zu bringen. Mona führte einen unerbittlichen und harten Kritikkurs an der ägyptischen Regierung über ihren auf UK basierenden Kanal. Ihre beiden Brüder befanden sich bereits seit drei Jahren im Gefängnis und wurden im Mai erneut verhaftet. Sie saßen wegen der Verbreitung von Ideen terroristischer Organisationen in den sozialen Medien sowie der Sendung falscher Nachrichten, die die staatliche Sicherheit gefährdeten.

Die ägyptische Regierung sah sich mit Vorwürfen konfrontiert, dass sie Verwandte politischer Kritiker verhaftete, um indirekten Druck auszuüben. Monas Aktivismus konzentrierte sich auf mutmaßliche Korruptionsfälle innerhalb der Sicherheitsdienste und öffentlicher Versorgungsunternehmen, ein äußerst sensibles Thema in Ägypten. Eman erklärte gegenüber den Sicherheitsbeamten, sie sei nicht länger mit ihrer Schwester in Kontakt gewesen. Mehrere Familienmitglieder hatten sie jedoch wiederholt aufgefordert, ihre politische Tätigkeit im Vereinigten Königreich einzustellen.

Mona bestätigte gegenüber der Zeitung, dass sie von anderen Familienmitgliedern aufgefordert worden war, ihre Aktivität einzustellen und ihre Videoinhalte zu löschen. Sie betonte jedoch, dass sie keine Straftaten begangen hatte und dass die Situation für sie traumatisch sei, da elf oder zwölf Kinder ohne ihre Eltern blieben. Sie äußerte die Sorge, dass die ägyptische Regierung nicht reagierte, wenn sie sich schwach zeigte, und dass die Regierung kurz vor dem Zusammenbruch stand.

Die britische Regierung erkannte die Praxis der „Bestrafung durch Stellvertreter“ in Ägypten in ihrer Länderprofilpolitik an. Human Rights Watch und die House of Commons Library hatten bereits 2021 auf ein zunehmendes Muster hingewiesen, bei dem Familienmitglieder von Kritikern im Ausland ins Visier genommen wurden. Der neue Botschafter für komplexe Konsularfälle, Alistair Burt, wurde eingesetzt, um die Freilassung britischer Staatsbürger zu sichern. Die Auswärtige Behörde forderte Zugang zu Eman, erhielt jedoch noch keine positive Antwort.

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