Ein britisches Paar fand in einer Schlucht in Almería verbrannt und nur bei Bewusstsein. Die Entdeckung erfolgte inmitten tödlicher Waldbrände, die die Provinz Almería heimsuchten. Die Brände hatten bereits zwölf Menschen getötet und über sechstausend Hektar vernichtet. Mindestens 23 Personen blieben vermisst. Die Gegend war von der Katastrophe betroffen, als das Paar beim Wandern in das Feuer geriet.
Die Rettung erfolgte am Donnerstag durch Beamte der Guardia Civil, die die verbrannten Landschaften in der Nähe der am stärksten betroffenen Gemeinde Bédar durchsuchten. Die Einsatzkräfte fanden das Paar in kritischem Zustand, mit Verbrennungen, die viertzig Prozent ihres Körpers bedeckten. Sie wurden innerhalb von zwei Stunden in ein Krankenhaus evakuiert. Die Betroffenen befanden sich weiterhin in Intensivpflege.
Sgt. Pedro Barre, einer der drei Beamten, die an der Suche beteiligt waren, berichtete der spanischen Fernsehsender, dass die Einsatzkräfte ein Geräusch in der Ferne hörten, welches sie zunächst als Echo annahmen. Er betonte die emotionale Reaktion der Suchenden: „Wenn man mehr Erfahrung gewinnt, sagt etwas in dir: ‚Schau noch einmal, versuche es noch einmal.‘ Wir werden diesen Ausdruck von Überraschung und Emotion auf ihren Gesichtern nie vergessen.“
Am Samstagmorgen konnten die Feuerwehrleute nach dem Abklingen der starken Winde beginnen, die Flammen unter Kontrolle zu bringen. Am Sonntag erklärte Juan Manuel Moreno Bonilla, der Leiter der regionalen Regierung Andalusiens, dass das Feuer eingedämmt und sein Umfang gesichert worden war. Mindestens tausendvierhundert Menschen mussten aufgrund des Feuers aus ihren Wohnungen evakuiert werden. Mehr als fünfhundert Feuerwehrleute und Einsatzkräfte waren für die Bewältigung der Lage herangezogen.
Die meisten der Todesopfer waren britische und belgische Staatsbürger, zusammen mit einem Spanier. Forensiker in Madrid nutzten Proben der Opfer und DNA-Daten der Familien der vermissten Personen, um die Identifizierung der Toten zu versuchen. Die Brände stellten eine der tödlichsten Waldbrandkatastrophen in der spanischen Geschichte dar. Die Schäden an der Landschaft wirkten, als ob eine Bombe explodiert wäre.
Bonilla erklärte, dass das trockene Wetter, verursacht durch starke Winde und mehrere Hitzewellen, die durch die Klimakrise befeuert wurden, die Region zu einer „Ticking Timebomb“ für einen Waldbrand gemacht hatte.