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Politik

Britische Ehepaar in Iran verurteilt: Familie beklagte Kontaktabbruch

Verwandte äußerten große Angst vor Gefangenschaft und Verlust der Kommunikation

Die Familie eines britischen Paares, das in Iran wegen Spionagevorwürfen zehn Jahre lang inhaftiert war, teilte mit, dass sie jeglichen Kontakt zu den Verurteilten verloren hatten. Lindsay und Craig Foreman, beide 53 Jahre alt, wurden im Januar 2025 während einer Rundreise durch das Land Iran festgenommen. Das Paar befand sich in der Evin-Gefängnis in Teheran und erhielt eine Verurteilung wegen Spionage, was sie bestritten. Die Familie äußerte große Sorge darüber, dass der Zugang zu Telefonaten, deren einzige Verbindung zur Außenwelt, abgeschnitten worden war, als Vergeltung für ihre Äußerungen über die Inhaftierung.

Ihr Sohn, Joe Bennett, berichtete von der tiefen Verzweiflung. Er erklärte, sie wussten nicht, ob seine Mutter und Craig sicher waren. Craig hatte ihnen mitgeteilt, dass sie möglicherweise auf das Essen verzichten müssten, wenn ihre Anrufe gestoppt wurden. Joe betonte, dass er seit über einer Woche keinen Kontakt zu seiner Mutter hatte und dass jede Stille die Lage verschlechterte. Er äußerte die tiefe Angst, die sie für die Verurteilten empfanden.

Der Zugang zu den Telefonen wurde bereits Anfang des Monats eingestellt, nachdem das Paar ein Medieninterview abgehalten hatte. Sie sprachen darüber, dass sie sich im Gefängnis verlassen fühlten und die Wege zur Sicherung ihrer Freilassung geschlossen wurden. Ihre Unterstützergruppe erklärte dies als Grund für den Abbruch der Kommunikation.

Im Februar hatte das Auswärtige Amt temporär Personal aus dem Iran zurückgezogen, aufgrund der Bedrohung durch US-Aktionen gegen das Land. Es warnte zudem vor allen Reisen in Iran und mahnte britische und britisch-iranische Staatsbürger vor einem „erheblichen Risiko von Verhaftung, Befragung oder Inhaftierung“. Die Behörden betonten, dass ein britischer Reisepass oder Verbindungen zum Vereinigten Königreich ein ausreichender Grund für die iranischen Behörden zur Inhaftierung seien.

Lindsay Foreman berichtete in ihrem ersten Interview seit den Aktionen der USA und Israels gegen den Iran am 28. Februar, dass sie den „pfeifenden Lärm von Raketen und das Summen der Drohnen“ in der Nähe hörte und Menschen hyperventilierten und schrien. Sie beschrieb die Bedingungen in den Gefängnissen als lebensgefährlich. Sie erklärte, dass die Gebäude bei Erschütterungen keine Fluchtwege boten und keine Zugänge nach außen existierten. Sie warnte davor, dass bei einem Einsturz der Gebäude das Ende für alle sei gekommen.

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