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Politik

Britische Marine verfolgt russische Kriegsschiffe

Maritime Spannungen eskalieren: UK reagiert auf russische Seemacht durch Überwachung

Die britische Royal Navy überwachte und verfolgte im vergangenen Monat täglich eine russische Fregatte, die vom Atlantik in die Nordsee segelte. Diese Maßnahme erfolgte als Reaktion auf die zunehmende maritime Präsenz Moskaus, nachdem Großbritannien Drohungen bezüglich der Beschlagnahmung von Öltransportern ausgesprochen hatte. Die russische Marine führte im April sechs mit Russland verbundenen Schiffeen an, darunter mindestens drei, die unter Wirtschaftssanktionen fielen und über die Meerenge von Dover segelten, wobei sie kontinuierlich von vier britischen Schiffen und Hubschraubern beobachtet wurden.

Ein weiteres Schiff, die Fregatte Kasatonow, durchquerte den Kanal und bewachte zwei Handelsschiffe, die sich auf eine Reise nach Tartus in Syrien zubewegten. Eines dieser Schiffe war mit dem Transport von Waffen in Verbindung gebracht. Diese Konvoi wurde von einem britischen Hilfsschiff begleitet, was auf eine erweiterte Verpflichtung der britischen Marineressourcen hindeutete, angesichts der wachsenden maritimen Spannungen zwischen London und Moskau.

Außerdem berichtete der Verteidigungsminister über frühere Operationen, bei denen die britische Marine drei russische U-Boote über Pipelines und Kabel nahe britischen Gewässern verfolgte. Experten kritisierten diese Vorgehensweise als unverhältnismäßig, da Marineeinheiten normalerweise nur dann Schiffe eskortieren, wenn eine klare militärische Bedrohung vorliegt, wie beispielsweise durch die Houthi in der Roten See.

Russland stützt sich auf eine sogenannte Schattenflotte alter, schlecht gewarteter Tanker, die unter Flaggen von Drittstaaten operieren, um etwa die Hälfte seiner Seeölexporte zu finanzieren. Moskau betrachtet diese Quelle als unverzichtbar und entschlossen, diese Einnahmequelle zu stören. Die britische Regierung kündigte an, die Bemühungen gegen diese Schattenflotte verstärken zu wollen, um die Finanzierung der russischen Kriegsmaschinerie zu unterbinden.

Obwohl die britische Regierung die Befugnisse zur Beschlagnahmung sanktionierter Schiffe bekannt gab, führte die Präsenz russischer Kriegsschiffe in unmittelbarer Nähe dazu, dass die britische Seite bisher keine Beschlagnahmungen der Schattenflotte durchführte. Andere europäische Staaten hatten in diesem Jahr ebenfalls Tanker beschlagnahmt, was die globale Bedeutung dieser maritimen Konflikte unterstreicht.

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