Eine britische Schauspielerin wurde wegen des Versuchs, Methamphetamin in Australien einzuführen, angeklagt. Emaa Hussen, 34 Jahre alt, erschien am Donnerstag vor einem Sydneyer Gericht. Die Anklage betraf den Versuch, eine kommerzielle Menge der Drogen in das Land zu bringen. Die maximale Strafe für diese Straftat war lebenslange Haft.
Die Polizei vermutete, dass Hussen zusammen mit zwei weiteren Personen aus Südaustralien versuchten, die Drogen in Schiffscontainern aus Ghana zu verstecken. Die Substanz war in Säcken Holzkohle verborgen. Die geschätzte Straßenverkaufsmenge dieser Drogen belief sich auf rund 296 Millionen australische Dollar. Eine frühere Gerichtsentscheidung hatte Hussen die Kaution verweigert, und sie stand im August erneut vor Gericht.
Die australische Polizei begann ihre Ermittlungen im April. Die Grenzbehörden stellten Anomalien in zwei Containern fest, die im Hafen von Port Botany aus Ghana angekommen waren. Nach der Röntgenaufnahme der Inhalte der Container, die als Holzkohle deklariert wurden, fanden die Beamten eine „weiß kristallisierte Substanz“. Weitere Tests bestätigten, dass es sich um Methamphetamin handelte.
Die Polizei entfernte die Drogen aus dem Transportgut, bevor es an eine Lagerstätte in Girraween in den westlichen Vororten von Sydney geliefert wurde. Es wurde vermutet, dass Hussen diese Einrichtung besuchte und überwachte, während mehrere Männer den Container entpackten. Die Polizei verhaftete Hussen anschließend in Blacktown, nachdem sie mehrere Säcke in ein Fahrzeug verladen und zu einem Haus gefahren waren.
Im Rahmen der Ermittlungen verhafteten und anklagten die Behörden zudem eine Frau und einen Mann in Adelaide aus Südaustralien. Diese Personen wurden beschuldigt, gefälschte Identitäten genutzt zu haben, um die Lagereinheiten in Sydney zu mieten, wo die Drogen gelagert wurden. Die Beschlagnahmung der Drogen, deren Wert 296 Millionen Dollar betrug, verhinderte somit den möglichen Abschluss von 3,2 Millionen Verkaufsgeschäften auf den australischen Straßen.
Die australische Grenzschutzbehörde lobte die Arbeit ihrer Beamten. Sie betonten, dass kriminelle Netzwerke große Anstrengungen unternahmen, um illegale Drogen, selbst in alltäglichen Gütern wie Holzkohle, zu verschleiern. Dennoch seien ihre hochqualifizierten Beamten geschult worden, über solche Versuche hinauszusehen.