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Politik

Britische Wohltätigkeit finanzierte religiöse Schule im Zentrum israelischer Siedlungsausweitung

Spannung zwischen humanitärer Unterstützung und illegalen Besiedlungsplänen in Hebron

Eine britische Wohltätigkeitsorganisation finanzierte eine religiöse Schule im Herzen der Expansionspläne für illegale israelische Siedlungen in der palästinensischen Stadt Hebron. Die Organisation Friends of Yeshivat Shavei Hevron überbrachte zwischen 2019 und 2024 fast 200.000 Pfund an die Schule. Dies war das letzte Jahr, für das die Rechnungslegungen auf der Webseite der Charity Commission von England und Wales öffentlich zugänglich waren.

Der Bau eines neuen Wohnheims für die Schule wurde im Juni genehmigt. Dies geschah nach der einseitigen Entscheidung des Rechtsextremisten Finanzministers Bezalel Smotrich, eine jahrzehntealte internationale Vereinbarung über die Kontrolle von Hebron zu brechen und Israel die Planungsbefugnis zu übertragen. Diese Expansion erhöhte die Bevölkerung einer der extremsten israelischen Gemeinschaften im besetzten Westjordanland und die einzige, die im Zentrum einer palästinensischen Stadt errichtet wurde.

Palästinensische Menschenrechtsverteidiger kritisierten die Finanzierung scharf. Issa Amro, ein palästinensischer Menschenrechtsverteidiger aus Hebron und Mitbegründer von Youth Against Settlements, erklärte, dass britische Wohltätigkeitsorganisationen Frieden finanzieren sollten, nicht Hindernisse für den Frieden. Er betonte, dass die Studenten der Yeshiva sehr aggressiv seien und ein neues Gebäude zu mehr Gewalt gegen Palästinenser und zu weiterer militärischer Präsenz führen würde.

Hagit Ofran von der israelischen Organisation Peace Now bemerkte, dass für die Existenz dieser Yeshiva bereits Tausende von Palästinensern ihre Geschäfte, Wohnungen und ihren täglichen Lebensunterhalt im Herzen einer palästinensischen Stadt verloren hätten. Sie bezeichnete das neue Wohnheim als eine bedeutende Entwicklung, da es mehr Siedler in Hebron, der extremsten Siedlung, hinzufügte, wo Apartheid überall herrschte.

Die Finanzierung der Schule stellte zudem einen Konflikt mit den Satzungen der Wohltätigkeit dar. Die Spenden der Friends of Yeshivat schienen den eigenen Satzungsbestimmungen zu widersprechen, welche die Arbeit „im Staat Israel“ bezeichneten, ohne den Palästinensischen Raum zu erwähnen. Gleichzeitig hatten internationale und israelische Führungspersönlichkeiten, darunter der verstorbene US-Präsident Jimmy Carter, Aussagen getätigt, dass Israel Apartheid im besetzten Westjordanland, einschliesslich Hebron, eingerichtet habe.

Die Charity Commission untersuchte die Verbindungen zu den Siedlungen. Die zuständige Behörde bestätigte die Bedenken der politischen Vertreterin Melanie Ward, die Details eines Schreibens an die Polizei übermittelte. Die Debatte um die Finanzierung von Siedlungen und die Einhaltung internationaler Rechtsprinzipien blieb somit ein komplexes und kontroverses Thema, das weitreichende juristische Fragen berührte.

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