Ein britisches Paar fand in einem Graben, schwer verbrannt und nur halb bewusstlos, den Weg. Sie wurden von den verheerenden Waldbränden in der Provinz Almeria, Spanien, gerettet. Das Paar befand sich mutmaßlich beim Wandern, als sie von dem schnell ausbreitenden Feuer erfasst wurden, das am Donnerstag durch die Region zog. Sie wurden evakuiert und in ein Krankenhaus gebracht, wo sie intensive medizinische Versorgung erhielten.
Hunderte von Feuerwehrleuten bekämpften die Flammen, welche zwölf Todesopfer forderten, darunter vier Briten. Das Feuer verzehrte sechs Tausend Hektar Fläche. Die Identität der Opfer blieb zunächst unklar, da die forensischen Wissenschaftler auf die Analyse von DNA-Proben aus den Leichen und den Familien der vermissten Personen angewiesen waren. Die Identifizierung verzögerte sich, da die Sammlung von DNA-Proben von Verwandten aus verschiedenen Ländern schwierig war.
Die Rettung erfolgte am frühen Freitagmorgen durch die Zivilgarde, welche auf Rufe nach Hilfe reagierten. Ein Retter berichtete, dass die Lage kritisch war, doch die Fähigkeit, in diesem Zustand zu rufen, ein gewaltiger Einsatz war. Die Einsatzkräfte fanden das Paar in kritischem Zustand, mit Verbrennungen, die viertzig Prozent ihres Körpers bedeckten.
Am Samstag erzielten die Feuerwehren signifikante Fortschritte bei der Eindämmung des Brandes. Kältere Winde und höhere Luftfeuchtigkeit sollten den Einsatzkräften helfen, die Flammen unter Kontrolle zu bringen. Regionaler Notvorstand Antonio Sanz teilte mit, dass etwa sechshundert der von der Brandzone evakuierten Menschen die Möglichkeit erhielten, zurückzukehren.
Die Hitzeperiode, die durch Temperaturen um die vierzig Grad Celsius ausgelöst wurde, verursachte Waldbrände in ganz Südeuropa, insbesondere in Frankreich, Portugal und Spanien. Die Situation verdeutlichte die zunehmende Bedrohung durch den Klimawandel. Die Copernicus-Klimadienst berichtete, dass Europa die am schnellsten erwärmende Kontinent war und doppelt so schnell wie der globale Durchschnitt aufheizte. Dies führte zu intensiveren Hitzewellen, erhöhter Belastung der Wasserversorgung und einer Zunahme der Waldbrandgefahr.