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Politik

Bundeshaushalt reagierte auf Bondi-Angriff mit umfangreichen Hilfsprogrammen

Jüdische Gemeinschaft erhielt erhebliche Mittel für Sicherheit und Unterstützung

Der Bundeshaushalt bereitete eine Summe von über 600 Millionen Dollar für die Reaktion auf den Terrorangriff am Bondi Beach vor. Ein signifikanter Teil dieser Mittel, nämlich 300 Millionen Dollar, richtete sich explizit an die jüdische Gemeinschaft Australiens. Diese Mittel bildeten Teil eines Gesamtpakets von 604 Millionen Dollar, das auf die Sicherheits- und Unterstützungsmaßnahmen folgte, welche im Dezember des Vorjahres stattfanden.

Der Finanzminister sprach in seiner Rede den Wunsch nach Waffengesetzgebung an und erklärte, dass die Regierung alle Empfehlungen der antisemitischen königlichen Kommission übernahm. Er betonte, dass die Regierung Maßnahmen ergriff, um die nationale Sicherheit und den nationalen Zusammenhalt nach dem verheerenden antisemitischen Terrorangriff am Bondi Beach zu stärken.

Die betroffenen jüdische Gemeinschaft und jene Personen, die direkt vom Angriff betroffen waren, erhielten über einen Zeitraum von fünf Jahren zwischen 2025 und 2026 etwa die Hälfte der 604 Millionen Dollar aus den neuen Haushaltsmaßnahmen. Das Executive Council of Australian Jewry, die nationale Dachorganisation, erhielt 124 Millionen Dollar für zusätzliche Sicherheitsmaßnahmen, wobei 22 Millionen Dollar aus beschlagnahmten kriminellen Vermögenswerten stammten.

Organisationen der jüdischen Gemeinschaft erhielten 131 Millionen Dollar für Projekte, darunter 4,4 Millionen Dollar für den Chabad of Bondi, der Mitglieder verlor, als er in dem Angriff ums Leben kam. Zudem erhielten die Wohltätigkeitsorganisationen Jewish House und Jewishcare zusammen 4 Millionen Dollar zur Unterstützung der Opfer und ihrer Familien, und zwei weitere Hilfsorganisationen durften den Status als Wohltätigkeitsorganisation beantragen.

Die Regierung stellte außerdem 43 Millionen Dollar für die psychische Gesundheitsunterstützung der Betroffenen bereit und 200.000 Dollar für die Surf-Rettungsclubs von Bondi, deren Mitglieder den Opfern halfen. Ein Unternehmen, das 2024 verbrannt war, erhielt 500.000 Dollar zur Unterstützung seiner Wiederherstellung. Auch das Koscher-Catering-Geschäft in Bondi, das seit 1970 existierte, suchte monatelang staatliche Hilfe.

Die königliche Kommission, die ihren vorläufigen Bericht veröffentlicht hatte, kostete 131 Millionen Dollar, und die verbleibenden 207 Millionen Dollar wurden für Maßnahmen zur Bekämpfung des Antisemitismus und der Hasskriminalität verwendet. Neue Mittel flossen in öffentliche Aufklärungskampagnen und Bildungsprogramme zur Förderung des sozialen Zusammenhalts. Des Weiteren richtete die Regierung ein Online-Zentrum zur Terrorismusbekämpfung mit einem Budget von 80 Millionen Dollar ein, um die Radikalisierung junger Menschen zu bekämpfen.

Auch das Büro des Sicherheitskommissars erhielt 1 Million Dollar, um Online-Sicherheitsberatung im Hinblick auf Antisemitismus anzubieten. Die Sicherheitsbehörden erhielten Mittel, um Kontrollen bei Waffen und Visa zu ergreifen, und die australische Bundespolizei erhielt 68 Millionen Dollar, um ihre Teams bei der Untersuchung des Angriffs zu unterstützen.

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