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Politik

Burnhams gefährlicher Wahlkampf: Die Zukunft der Labour-Partei auf dem Spiel

Der Makerfield-Wahlkampf stellt die politische Zukunft der Partei und die Position des Premierministers auf die Probe.

Andy Burnham befand sich in einem gefährlichen Rennen um den Sitz Makerfield. Seine Verbündeten warnten, dass er einen schwierigen Kampf gegen die Reform UK führen müsse, ein Wahlverfahren, das die langfristige Zukunft der Labour-Partei und des Landes bestimmen konnte. Der Bürgermeister des Greater Manchester sollte in dieser Woche als Kandidat der Labour für den Nordwesten bestätigt werden, doch nahestehende Personen signalisierten, dass er eine schwierige Aufgabe vor sich hatte. Nigel Farages Partei gewann bei den lokalen Wahlen mehr als fünfzig Prozent der Stimmen, und die Umfragen deuteten darauf hin, dass Burnham nur marginal vorne lag.

Reform UK versuchte voraussichtlich, die Debatte um Migration und den Brexit in den kommenden Wochen intensiv zu führen. Sie suchten die Gelegenheit, den anhaltenden Streit innerhalb der Labour-Partei über die erneute Beitrittsfrage der britischen Union zur Europäischen Union auszunutzen. Das Ergebnis des Wahlverfahrens bestimmte nicht nur die unmittelbare politische Lage von Keir Starmer, den Burnham angekündigt hatte herauszufordern, sondern auch die Überlebensfähigkeit der Labour-Partei als Ganzes. Die politische Landschaft stand vor einer entscheidenden Wende.

Der Premierminister verbrachte das Wochenende bei Chequers und erwogte seine politische Zukunft. Verbündete äußerten, dass er trotz seiner öffentlichen Entschlossenheit bereit war, zurückzutreten, sollte Burnham einen klaren Mandat in Makerfield gewinnen und kein weiterer Herausforderer auftauchen. Sollte Burnham das Wahlverfahren verlieren, bliebe Starmer zwar im Amt, er befand sich jedoch durch wochenlange schädigende Angriffe seiner eigenen Abgeordneten stark geschwächt und ohne einen klaren Nachfolger. Ein Kollege äußerte die Gefahr: „Es war unmöglich, die Gefahr zu unterstreichen. Ich würde Andy eine Chance von fünfundvierzig Prozent zum Sieg geben, vielleicht etwas mehr.“

Die Umfragen zeigten, dass Burnham aufgrund seiner persönlichen Beliebtheit im Greater Manchester eine zusätzliche Chance zum Sieg besaß. Forscher betonten, dass zwei gegensätzliche Kräfte gegen ihn wirkten: die demografischen Gegebenheiten des Wahlkreises, die auf einen Sieg der Reform UK hinwiesen, und Burnhams persönlicher Faktor. Dies machte das Ergebnis besonders bedeutsam: Wenn die Labour-Partei nicht gewinnen konnte, könnten sie sich zurückziehen. Wenn sie jedoch gewonnen, waren alle Möglichkeiten hinsichtlich der Zukunft des Premierministers ausgeschlossen.

Die Debatte um die europäische Mitgliedschaft und die Migrationspolitik beeinflusste den Wahlkampf stark. Labour musste entscheiden, ob sie sich stärker der breiteren Mitgliederorganisation zuwandten, die überwiegend für die EU stimmten, oder den Wählern Makerfields, von denen sechzigfünf Prozent 2016 für den Austritt gestimmt hatten. Die Position der Labour-Partei wurde am Mittwoch weiter auf die Probe gestellt, als die Liberaldemokraten einen Änderungsantrag zum Königsspeech einreichten, der die Regierung zu sofortigen Verhandlungen über die Aufnahme eines Zollvertrages aufforderte. Ein ehemaliger Labour-Funktionär bemerkte, dass Burnhams Haltung zu Europa oder seine harte Linie in der Migrationspolitik seine Position in der Partei erschweren konnte.

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