Eine Person starb und mindestens zwei weitere Menschen erlitten schwere Verletzungen, nachdem ein Reisebus auf einer der gefährlichsten Straßen Australiens abrollte. Die Unfälle ereigneten sich am Donnerstag gegen 16 Uhr AEST an der Kreuzung der Bruce Highway und der Rangemore Road in Gumlu in der Region Whitsundays. Bei dem Unfall waren 29 Personen im Bus an Bord.
Die Rettungsdienste wurden unverzüglich gerufen. Ein Polizeisprecher teilte mit, dass eine Person durch die Verletzungen ums Leben kam. Zwei weitere Passagiere erlitten erhebliche Kopfverletzungen und systemische Traumata, während 27 weitere Personen untersucht wurden. Die Feuerwehr meldete zudem, dass eine Person unter dem Fahrzeug eingeschlossen war.
Elf Krankenwagen, zwei Hubschrauber und ein Flugzeug des Royal Flying Doctor Service nahmen am Unfallort teil. Die Queenslander Polizei bestätigte, dass drei Patienten stabil waren und den Einsatzort verlassen hatten. Die Behörden wussten lediglich, dass der Bus die Fahrbahn verlassen und auf die Seite gerollt war, wobei die genaue Ursache des Vorfalls noch unklar blieb.
Der Fahrer überlebte den Zusammenstoß mit nur leichten Verletzungen. Der Reiseveranstalter FlixBus bestätigte in einer Stellungnahme, dass ein Reisebus, der von Cairns nach Brisbane fuhr, in einen schweren Unfall verwickelt war. Er bedauerte den Verlust eines Passagiers und versprach die enge Zusammenarbeit mit der Polizei und den zuständigen Behörden bei der Ermittlung der Unfallursache.
Die Bruce Highway galt schon lange als eine der gefährlichsten Straßen Australiens. Die Strecke von Brisbane nach Cairns befuhren täglich über hunderttausend Fahrzeuge. Daten des Verkehrsministeriums zeigten, dass 41 Todesfälle und 7.500 Krankenhausaufenthalte auf dieser Route im Jahr 2024 auftraten. Eine Umfrage des NRMA zeigte, dass über 66 Prozent der Befragten meinten, es gäbe nicht genügend Überholspuren auf der Autobahn, und ein Drittel der Befragten vermied es, die Bruce Highway während Familienurlauben zu befahren.
Als Reaktion auf die Sicherheitsbedenken hatte die Bundesregierung zusätzliche 812 Millionen Dollar für die zweite Phase der Infrastrukturverbesserungen der Bruce Highway bereitgestellt. Diese Summe ergänzte die bereits in der ersten Phase geleisteten 758 Millionen Dollar.