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Wissenschaft

Akademiker lehnten Cambridge’s Reaktion auf Arday-Affäre ab

Forderung nach unabhängiger Untersuchung des Einstellungsprozesses

Die Universität Cambridge kündigte eine Überprüfung der Verfahren zur Auswahl und Einstellung leitender akademischer Mitarbeiter an, um externer und interner Kritik an der Ernennung von Jason Arday entgegenzuwirken. Eine Gruppe von Cambridge-Akademikern lehnte diese Reaktion der Universität schnell ab und forderte eine gründliche und transparente Untersuchung der gesamten Umstände dieses belastenden Vorfalls. Sie betonten, dass eine solche Untersuchung unerlässlich sei, um die Auswirkungen der medialen Berichterstattung auf die akademische Gemeinschaft zu klären.

Arday hatte sich bereits Anfang dieser Woche zurückgezogen, da er zunehmend skeptisch gegenüber seinen persönlichen und beruflichen Behauptungen war. Dies geschah drei Jahre und sechs Monate nach seiner Anerkennung als jüngster schwarzer Professor an der Universität Cambridge, dessen Lebensgeschichte er durch erhebliche Bildungsschwierigkeiten prägte. Die Universität gab an, dass Arday mit sofortiger Wirkung seinen Post zurücktrat, versprach jedoch, die Umstände seiner Ernennung und seiner Amtszeit weiter zu untersuchen.

Die Akademiker forderten jedoch eine tiefgehende Aufklärung. Sie sandten einen Brief an den Vizepräsidenten Deborah Prentice und thematisierten die „toxische und häufig rassistische Kommentierung“, die vieler Online- und Medienberichte begleitete. Sie argumentierten, dass diese offensichtlich falschen Behauptungen den geringen Fortschritt, den Cambridge bei der Bewältigung der historischen Unterrepräsentation erzielte, zurückwerfen konnten. Diese Kommentare drohten, jeden schwarzen Akademiker von der Bewerbung oder Annahme einer Stelle an der Universität abzuhalten.

Die Unterzeichner des Schreibens verlangten die Einsetzung einer unabhängigen Kommission, bestehend aus leitenden Akademikern innerhalb und außerhalb von Cambridge, um diese Probleme anzugehen. Sie forderten einen klaren Zeitplan für die Fertigstellung der Arbeit und eine Verpflichtung zur Weitergabe der Ergebnisse an die Universität und die Öffentlichkeit. Sie wünschten zudem Details darüber, wie die Universität den Vorwürfen des akademischen Fehlverhaltens gegen Arday begegnete und ob die Universität versucht hatte, Journalisten von der Berichterstattung über diese Anschuldigungen abzuhalten.

Währenddessen zog sich Jesus College, wo Arday ein Kollege war, von seinen zuvor angekündigten parallelen Untersuchungsplänen zurück. Der College-Leiter teilte mit, dass Ardays Rücktritt sein Kollegiumsamt beendete. Die Reaktion des Colleges deutete darauf hin, dass die Universität versuchte, die Angelegenheit abzuschließen, um eine Eskalation zu verhindern.

Ardays Rücktritt folgte auf intensive mediale Aufmerksamkeit, die mit Anschuldigungen des Plagiats begann und sich auf eine Reihe seiner Behauptungen erstreckte. Cambridge verteidigte Arday zunächst als „Opfer einer verfluchten Kampagne“, bevor sie eine interne Untersuchung neuer Informationen über ihn ankündigte, woraufhin er kurz darauf zurücktrat.

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