Kanada wurde nun für den Eurovision Song Contest zugelassen. Dies geschah, nachdem die CBC/Radio-Canada eine volle Mitgliedschaft in der Europäischen Rundfunkanstalt (EBU) erlangte, welche eine Voraussetzung für die Teilnahme am Wettbewerb darstellt. Die Möglichkeit zur Beteiligung entstand durch die engeren politischen und wirtschaftlichen Beziehungen, die Premierminister Mark Carney seit seiner Amtszeit mit Europa pflegte.
Der Vorschlag, dass Kanada am Songwettbewerb teilnehmen sollte, wurde in dem Haushaltsplan von 2025 von Carney aufgeworfen. Die Regierung Carney erkundigte sich bereits im November nach einer Zusammenarbeit mit der CBC, dem öffentlichen Rundfunk Kanadas, um die Teilnahme am Eurovision Song Contest zu prüfen. Für diese Exploration des Engagements stellte die Regierung 150 Millionen Kanadische Dollar (etwa 80 Millionen Pfund) für den Rundfunk zur Verfügung.
Die Regeln des Eurovision Song Contests sehen vor, dass die Teilnahme für Länder mit Rundfunkanstalten möglich ist, die Mitglieder der EBU sind. Vor dieser Entwicklung war die CBC lediglich als assoziierte Mitgliedschaft registriert. Noel Curran, Generaldirektor der EBU, betonte die Bedeutung der kanadischen Stimme für die Gemeinschaft. Er erklärte, dass die kanadische Perspektive die Gemeinschaft stärkte.
Obwohl Kanada noch nie formell am Wettbewerb teilgenommen hatte, hatten Kanadier bereits mitgesungen und sogar gewonnen. Im Jahr 1988 gewann Céline Dion, eine Kanadierin aus Quebec, den Wettbewerb für die Schweiz. Weitere Kanadier nahmen seitdem teil, darunter Natasha St-Pier, die 2001 für Frankreich repräsentierte, sowie La Zarra, eine Sängerin aus Montreal, die 2023 ebenfalls für Frankreich auftrat.