Kurz nach dem Schlusspfiff des historischen Weltcup-Sieges Kanadas gegen Südafrika rief Trainer Jesse Marsch seine Mannschaft und sein Personal in eine große Versammlung und gab inspirierende Worte. Er bezeichnete seine Spieler als „kanadische Helden“ und betonte, dass die Zukunft des Sports im Land durch sie bestimmt sei. Marsch verfolgte das Ziel, den Sport in Kanada von der Bezeichnung „Soccer“ auf „Fußball“ umzustellen, ein Bestreben, das für ein Land, dessen erste Liebe Eishockey war, zu Beginn unwahrscheinlich erschien.
Kanada spielte eine wichtige Rolle bei der Entwicklung des Turniers, während andere Nationen die Aufmerksamkeit auf sich zogen. Die nationale Mannschaft erzielte bei diesem Turnier eine beeindruckende Leistung. Vor dem Turnier hatte Kanada sechs Siege und sechs Niederlagen verzeichnet, doch sie erzielten sofort einen historischen Punkt durch ein Unentschieden gegen Bosnien-Herzegowina. Dies folgte einem ersten Weltcup-Sieg, als sie Katar mit sechs zu null besiegten und sich ihren Platz in den Achtelfinalrunden sicherten.
Obwohl eine Niederlage gegen die Schweiz die Möglichkeit verweigerte, das letzte Spiel in Kanada zu spielen, reisten die Fans in großen Zahlen nach Los Angeles, um die Mannschaft zu unterstützen. Dies war das erste Mal in der Geschichte, dass ein Weltcup-Gastgeber ein Spiel außerhalb seines eigenen Landes spielte, doch die Unterstützung fühlte sich an wie ein Heimspiel gegen Südafrika. Trotz der anfänglichen Herausforderungen durch die Gegner bewahrten die Kanadier ihre Ruhe und Stephen Eustaquio erzielte den entscheidenden Treffer in der Spielzeit. Marsch betonte nach dem Spiel, dass er sich auf das Team und die gemeinsame Arbeit konzentrierte und die Medienablenkung ignorierte.
Der Trainer erklärte, dass es schwierig sei, in der Eile des Spiels eine wichtige Botschaft zu übermitteln, doch er glaubte, dass die Leistung des Teams den Charakter, die Qualität und die Zusammengehörigkeit demonstrierte. Er äußerte die Hoffnung, dass diese Leistung für den Sport im Land von großer Bedeutung sei. Die Veränderung des Sports in Kanada war unbestreitbar.
Für die Zukunft stand Kanada vor einer anspruchsvollen Herausforderung gegen die Niederlande oder Marokko. Ungeachtet dessen, wie lange Marsch an der Nationalmannschaft regierte, hatte der Fußball in Kanada sich unwiderruflich verändert. Fans äußerten die Hoffnung, dass die erhöhte Aufmerksamkeit nun auch Städte und Provinzen außerhalb der großen Zentren erreichen würde, wo Kanada traditionell stärker als Eishockeyland galt. Die Überzeugung, dass Kanada einen Aufstieg erzielen konnte, blieb bestehen, und die Hoffnung bestand, dass die Energie der Zuschauer die sportliche Entwicklung nach Hause tragen konnte.