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Musik

Kanada trat dem Eurovision Song Contest 2027 bei

Erste neue Teilnahme seit Australien; EBU-Regeln öffneten sich

Kanada trat dem Eurovision Song Contest im Jahr 2027 bei. Die Organisatoren verkündeten, dass Kanada der erste neue Teilnehmer seit Australien im Jahr 2015 war. Die Teilnahme war nicht auf Länder der geografischenuropäischen Region beschränkt, sondern öffnete sich allen Mitgliedern der Europäischen Rundfunkanstalt (EBU), dem Kanada letzte Woche beitrat. Die EBU und der kanadische Rundfunk CBC gaben am Mittwoch bekannt, dass Kanada eine Darbietung für den Wettbewerb senden würde, der im Mai in Bulgarien stattfand. Die Ankündigung erfolgte an dem Tag des kanadischen Nationalfeiertags.

Der Präsident des CBC, Marie-Philippe Bouchard, erklärte, dass die Teilnahme es kanadischem Talent erlaubte, auf einer der berühmtesten Musikbühnen der Welt präsentiert zu werden. Der CBC teilte mit, dass Details zur Auswahl der kanadischen Beteiligung später in diesem Jahr bekannt gegeben würden. Einige Eurovision-Länder wählten ihre Konkurrenten durch nationale Auswahlverfahren, während in anderen Ländern die nationalen Rundfunkanstalten die Teilnehmer wählten.

Der Direktor des Eurovision Song Contest, Martin Green, bemerkte, dass die Aufnahme Kanadas ein weiterer Beleg sei, dass der Wettbewerb, obwohl in Europa entstanden, die Welt weiterhin willkommen hieß. Kanadier hatten bereits früher unter verschiedenen Flaggen an Eurovision teilgenommen, wie beispielsweise Céline Dion, welche 1988 den Wettbewerb für die Schweiz gewann. Der 70. Eurovision Song Contest, der im Mai stattfand, umfasste 35 Länder und wurde von der bulgarischen Sängerin Dara gewonnen.

In jüngster Zeit sah sich Eurovision wegen der Teilnahme Israels, einem Teilnehmer seit 1973, Protesten ausgesetzt. Fünf langjährige Teilnehmer – Spanien, die Niederlande, Irland, Island und Slowenien – boykottierten dieses Jahr, da die Organisatoren sich weigerten, Israel wegen seines Verhaltens im Krieg gegen Hamas in Gaza und der Gewalt gegen Palästinenser im Westjordanland auszuschließen.

Obwohl der Boykott die Finanzen und die Zuschauerzahlen des Wettbewerbs belastete, plante man eine Erweiterung. Ein Spin-off-Songwettbewerb, der Eurovision Song Contest Asia, sollte im November in Bangkok stattfinden.

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