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Politik

Kanada wählte deutsche Konsortium für zwölf U-Boote

Großer Verteidigungskauf stärkte NATO-Bindungen und die arktische Präsenz

Kanada wählte ein deutsches Konsortium zur Fertigung von zwölf hochmodernen U-Booten. Dieser Auftrag markierte einen der größten Verteidigungskontrakte des Landes und vertiefte die Bündnisbeziehungen innerhalb der NATO vor einem wichtigen Gipfel. Am Montag verkündete der Premierminister Mark Carney den Sieger des hart umkämpften Wettbewerbs um den lukrativen Regierungsauftrag zur Erneuerung der älteren Flotte.

Monatelang versprachen sowohl ThyssenKrupp Marine Systems (TKMS) als auch der südkoreanische Schiffbauer Hanwha Ocean, technologisch fortschrittliche U-Boote sowie wirtschaftliche Vorteile für Kanada. TKMS, der Hersteller von nicht-nuklearen U-Booten und wichtiger Lieferant der NATO-Flotte, gewann den Auftrag. Die Bestellung von zwölf Schiffen stellte den ersten Kauf von brandneuen Booten durch Kanada dar, da die Royal Canadian Navy zuvor vier gebrauchte U-Boote aus Großbritannien erworben hatte.

Die neuen U-Boote dienten voraussichtlich dazu, Kanada eine stärkere Position in der Arktis zu verschaffen. Die TKMS-Schiffe nutzten moderne Tarntechnologie, um in umkämpften Gebieten mit minimaler Erkennung zu operieren. Sie konnten zudem umfangreiche Überwachungsmissionen entlang wichtiger arktischer Routen, wie der Nordostpassage, durchführen. Die Hanwha-Schiffe waren substanziell größer als die deutschen Modelle und ermöglichten Kanada eine größere Fähigkeit, mächtige Waffen einzusetzen und lange Patrouillen tief im Ozean durchzuführen.

Der Auftrag für die U-Boote wurde auf über 12 Milliarden US-Dollar geschätzt, jedoch umfasste der Vertrag auch etwa ein halbes Jahrhundert Wartungsarbeiten, sodass die Gesamtsumme die 70 Milliarden US-Dollar überschritt. Die Bundesregierung und TKMS mussten den Vertrag noch finalisieren, ein Prozess, der voraussichtlich Jahre in Anspruch nehmen würde.

Im Rahmen der Verhandlungen besprachen die Vertreter beider Länder die breiteren wirtschaftlichen Vorteile ihrer Angebote. Deutsche Beamte verwiesen auf eine umfassendere Kompatibilität mit der NATO. Es wurde berichtet, dass TKMS die Möglichkeit erörterte, den Auftrag um mögliche Investitionen in Seltene Erden, Bergbau, künstliche Intelligenz und Batterieproduktion für den Automobilsektor auszudehnen. Südkorea war zwar kein NATO-Mitglied, doch Hanwha-Vertreter erklärten, dass das Unternehmen Stahl aus Algomas Anlage in Sault Ste Marie, Ontario, zur Herstellung gepanzerter militärischer Fahrzeuge in Kanada nutzte.

Kanada bekräftigte seine Absicht, die Verteidigungsausgaben drastisch zu erhöhen und plante, bis 2035 fünf Prozent des Bruttoinlandsprodukts aufzubringen. Das Land hatte kürzlich angekündigt, zwei Prozent des BIP zu erreichen, ein langjähriges Ziel der NATO-Mitglieder. Kanada erwog auch den Kauf von Saab-gefertigten Gripen-Kampfflugzeugen. Die Schweden-amerikanische Firma erklärte, dass der Kauf des neuesten Kampfflugzeugs zusammen mit sechs Überwachungsflugzeugen zu bis zu 12.600 Arbeitsplätzen in Kanada führen würde, was ein weiteres immenses Verteidigungsindustrieprojekt darstellte.

Der Generalsekretär der NATO, Mark Rutte, teilte den Journalisten mit, dass die Mitglieder der Allianz Milliarden an neuen Verträgen ankündigten und diese als die „entscheidende Ausrüstung“ bezeichnete, die zur Abschreckung und Verteidigung notwendig sei.

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