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Politik

Tour-Ausfall Candace Owens: Veranstalter Insolvenz und Ticketinhaber ohne Rückerstattung

Nach dem Zusammenbruch des Promotors Rocksman forderten Owens und Sponsoren Entschädigung; Liquidator berichtete von unmöglichen Rückerstattungen.

Die australische Tour der konservativen Rednerin Candace Owens, welche für 15.000 Tickets organisiert wurde, scheiterte letztlich. Nach dem Zusammenbruch des Veranstalters Rocksman erwarteten die Ticketinhaber keine Rückerstattung ihrer Gelder. Owens erklärte, sie befinde sich mit Hunderttausenden von Dollar in finanziellem Verzug und behauptete, durch den Veranstalter Rocksman getäuscht worden zu sein. Rocksman brach mit nur 21 australischen Cent in seinem Bankkonto zusammen und verlor somit sämtliche Mittel.

Der Liquidator des Unternehmens berichtete in seinem Bericht an die Gläubiger, der am 3. März eingereicht wurde, dass Rückerstattungen unmöglich seien. Es wurde festgestellt, dass Rocksman keine Versicherung für die Tourabsage besaß und sämtliche Mittel verbraucht hatte. Owens’ Sprecher erklärte, dass das Team Hunderttausende von Dollar für Rechtskosten aufwenden musste und zahlreichen Darlehen an Rocksman gewährte, um Rückerstattungen zu ermöglichen, bevor die Zusicherungen bedeutungslos wurden.

Die Tour wurde zudem aufgrund einer Ablehnung der australischen Regierung einer Visumgewährung gestoppt, da Owens die „Fähigkeit zur Störung“ besaß, eine Entscheidung, die vom Obersten Gerichtshof bestätigt worden war. Joel Jammal, Leiter von Turning Point Australia und Sponsor der Tour, glaubte, dass Rocksman mindestens 1,4 Millionen Dollar an Tickets verkauft hatte. Die Hauptsponsorin der Tour, As Good As Gold, beanspruchte ebenfalls Schadensersatz.

Die Hintergründe des Unternehmens Rocksman waren komplex. Die Tour wurde von drei Personen organisiert, darunter George Zacharia, Joel Jammal und Damien Costas. Costas hatte zuvor in verschiedenen Unternehmen Liquidationsverfahren erlebt und war in früheren Organisationen gescheitert. Jammal und Zacharia hatten die Rocksman-Gesellschaft gegründet, welche Spenden an Turning Point Australia leistete. Jammal bestritt jegliche Verwicklung in finanzielle Unregelmäßigkeiten.

Die Untersuchung des Liquidators deutete darauf hin, dass das Unternehmen möglicherweise während der Insolvenz gehandelt hatte. Es wurden Transaktionen identifiziert, die als „unvernünftige Direktor-bezogene Transaktionen“ eingestuft wurden. Der Bericht wies darauf hin, dass Rocksman nicht genügend Mittel besaß, um die Forderungen der Gläubiger zu decken. Der Liquidator warnte vor möglichen Verstößen gegen das Gesellschaftsrecht, da Rocksman seine Finanzunterlagen nicht gepflegt und abgeglichen hatte.

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