Capital One Financial reagierte am Freitag auf eine Klage bezüglich ihrer Entscheidung, die Konten der Trump Organization vor Jahren zu schließen. Die Bank erklärte, diese Maßnahme erfolgte nach einer Überprüfung durch Sachverständige für Geldwäscheprävention. Diese Offenlegung markierte den ersten Fall, in dem eine Bank Geldwäschebedenken formell mit dem Familienunternehmen von Donald Trump in Verbindung brachte. Capital One versuchte, den Rechtsstreit durch die Infragestellung der Behauptungen illegaler Kontoschließung oder der Ablehnung von Dienstleistungen aufgrund politischer oder religiöser Gründe abzuwehren.
Capital One hatte zuvor nie die Trump Organization der Geldwäsche beschuldigt. In ihrer Stellungnahme argumentierte die Bank jedoch, dass die Schließungen auf monatelangen Analysen und einer sorgfältigen Prüfung durch ihr Team erfolgten, welche den Richtlinien der Bank und den regulatorischen Vorgaben entsprachen. Die Bank betonte, dass die Kontoschließungen das Ergebnis einer solchen internen Analyse waren.
Die Trump Organization und Eric Trump reichten im März 2025 eine Klage vor einem Bundesgericht in Florida ein. Sie behaupteten, die Konten seien aufgrund von „woke“-Überzeugungen und dem Wunsch, von der politischen Stimmung nach dem Aufstand am 6. Januar 2021 im Kapitol der Vereinigten Staaten zu profitieren, geschlossen worden. Capital One wies diese Behauptungen als „fehlgeleitet“ zurück und bezeichnete sie als „auf ausgewählten Zitaten basierend, die den vollständigen Kontext der eingereichten Dokumente nicht unterstützten“. Die Bank führte an, dass die von Capital One identifizierten Transaktionsmuster jene Aktivitäten darstellten, welche durch die Bundesbankrichtlinien markiert wurden.
In der Zeit der zweiten Amtszeit von Trump übte seine Verwaltung Druck auf einige große Banken aus, was konservative Beschwerden bestätigte, dass diese Institutionen gezielt die politische Rechte anstrebten. Trump erließ im August 2025 eine Verordnung, welche diskriminierende Kontoschließungen untersagte. Zudem reichte Trump im Januar eine Klage gegen JPMorgan Chase auf denselben Grunden ein. Im Jahr 2019 versuchte Trump, Capital One und Deutsche Bank daran zu hindern, Finanzunterlagen mit dem Kongress auszutauschen, im Rahmen einer Untersuchung durch demokratische Abgeordnete.
Berichten zufolge hatten Geldwäscheexperten bei der Deutschen Bank eine Reihe von Transaktionen markiert, doch die Führungskräfte ignorierten diese Meldung. Diese Entwicklungen zeigten das angespanntes Umfeld auf, in dem die Finanzwelt während der zweiten Amtszeit des Präsidenten navigierte.