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Kultur

Gründer der Slow Food Bewegung starb

Carlo Petrini hinterließ ein globales Erbe für nachhaltige Ernährung

Der Gründer der Slow Food Bewegung, Carlo Petrini, starb im Alter von siebzigundsiebzig Jahren. Petrini widmete vier Jahrzehnte der Förderung nachhaltiger Lebensmittelproduktion und traditioneller Küche. Er gründete die Bewegung mit einer kleinen Gruppe von Freunden auf dem Land, als Protest gegen die Eröffnung des ersten McDonald’s in Italien im Jahre 1986 stattfand.

Die Bewegung verbreitete sich rasch im ganzen Land und expandierte schließlich auf über hundertsechzig weitere Organisationen, wobei Petrini als deren Präsident fungierte. Durch seine Kampagnen knüpfte er Freundschaften mit König Charles III. und dem verstorbenen Papst Franziskus. Die Organisation erklärte bei seiner Beerdigung, Petrini habe eine globale Bewegung ins Leben gerufen, die auf den Werten guter, sauberer und fairer Lebensmittel für alle beruhte.

Petrinis Arbeit verband Gemeinschaften, Landwirte, Lebensmittelhandwerker, Köche, Aktivisten und junge Menschen weltweit. Der Slow Food Manifest wurde 1989 von über zwanzig globalen Delegierten unterzeichnet, welche versprachen, die Langeweile der Schnellimbisskost zu überwinden und alteingesessene Lebensmitteltraditionen zu verteidigen. Die Bewegung betonte stets Qualität, ökologische Nachhaltigkeit und gerechte Bedingungen für die Produzenten.

Der italienische Präsident Sergio Mattarella betonte, dass der Tod Petrinis eine große Lücke nicht nur in der Wissenschaft von Lebensmittel und Wein hinterließ, sondern auch in der gesamten Gesellschaft. Petrini, der Journalist war, gründete die Basisbewegung unter dem Namen Arcigola kurz nach den Demonstrationen gegen das Restaurant in der Piazza di Spagna in Rom. Er starb am Donnerstag in Bra, einer Stadt in der nordwestlichen Region Piemonts, wie die Slow Food Organisation mitteilte. Reuters berichtete, dass er in den letzten Jahren an Krebs erkrankt war.

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