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Wissenschaft

Katzenminze als effektives Mittel gegen Mücken: Studie aus Uganda

Lokale Produkte boten Alternative zu teuren Insektenschutzmitteln

Eine Studie, die in Uganda und Wales durchgeführt wurde, zeigte, dass eine selbstgemachte Lotion auf Basis von Katzenminze eine Wirksamkeit besaß, die mit dem bekannten Insektenschutzmittel DEET vergleichbar war. Die Forschung belegte, dass Mücken, die nach Blut suchten, weniger wahrscheinlich auf Personen landeten, die Lotionen mit Katzenminze trugen. Dies stellte eine Alternative zu den etablierten Mitteln dar, die in vielen Regionen des afrikanischen Kontinents zur Bekämpfung der Malaria eingesetzt wurden.

Katzenminze, wissenschaftlich als Nepeta cataria bezeichnet, enthielt das chemische Stoff nepetalacton. Dieses Molekül besaß nicht nur die bekannte euphorisierende Wirkung auf Katzen, sondern zeigte auch insektizide Eigenschaften. Die Forscher stellten fest, dass eine 6-prozentige Katzenminzöl-Lotion ebenso wirksam war wie DEET, während eine 2-prozentige Variante nur marginal weniger effektiv war. Diese Ergebnisse lieferten einen wichtigen Hinweis für die Entwicklung von effektiven, aber erschwinglichen Schutzmitteln.

Die Notwendigkeit neuer Werkzeuge im Kampf gegen die Malaria blieb bestehen. Die Krankheit, die durch Mücken übertragen wurde, infizierte jährlich etwa 282 Millionen Menschen und tötete im Jahr 2024 rund 610.000 Menschen, wobei die Mehrheit junger Kinder in afrikanischen Ländern betraf. Gleichzeitig wuchs die Besorgnis hinsichtlich der zunehmenden Resistenz gegen Insektizide und die zugelassenen Medikamente. Daher suchten die Wissenschaftler nach Methoden, die sowohl wirksam als auch zugänglich waren.

Ein zentrales Problem in der Region war die Preisgestaltung. DEET war für die meisten Subsistenzbauern in ländlichen Gebieten Ugandas unerschwinglich, weshalb der Kauf kommerziell erhältlicher Repellenten unpraktisch blieb. Die Forscher zielten darauf ab, ein Repellents zu entwickeln, das hochwirksam war und gleichzeitig lokale Bevölkerungsgruppen in den Produktionszyklus einband, um die Kosten minimal zu halten. Die Lotion wurde zunächst durch Fördergelder kostenlos verteilt, doch die nächste Phase des Projekts sah vor, die Produktion zu steigern und die Lotion zu verkaufen, um den Arbeitern ein nachhaltiges Einkommen zu ermöglichen.

Ein Entomologe aus Tansania, der nicht an der Studie beteiligt war, betonte die Notwendigkeit von kostengünstigen und lokal hergestellten Vektorbekämpfungsinstrumenten. Er warnte jedoch davor, dass topische Repellenten aufgrund der Notwendigkeit regelmäßiger Anwendung eine geringe Akzeptanz fanden. Er forderte daher weitere Untersuchungen der Haushalte in Uganda mit den aktuell verfügbaren Mitteln, bevor die Produktion der Katzenminz-Lotion auf eine größere Skala ausgeweitet wurde.

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