Mitarbeiter in Washington State fanden am Freitag die Überreste eines weiteren Opfers einer massiven chemischen Tankruptur in einer Papierfabrik. Der Vorfall führte zu neun Todesfällen und hinterließ zwei Arbeiter, deren Verbleib noch unklar blieb. Die Katastrophe ereignete sich am Dienstagmorgen bei der Nippon Dynawave Packaging Company in Longview, einer Stadt entlang des Columbia River.
Ein Tank, der über fünfhunderttausend Gallonen einer Mischung enthielt, welche zur Zersetzung von Holz für die Papierherstellung diente, stürzte ein. Die Explosion ließ eine Flut ätzender Chemikalien entweichen, die Fahrzeuge umstürzen und Gebäude am Unfallort beschädigen konnten. Die Flüssigkeit, bekannt als weiße Säure, verursachte schwere Verbrennungen bei Kontakt und Schäden an den Lungen bei Einatmung von Dämpfen.
Die Bergung der Opfer verlief langsam und methodisch, kompliziert durch die Gefahr der verbliebenen Chemikalien und anderer industrieller Gefahren. Der Leiter des Feuerbezirks Longview, Matt Amos, erklärte, dass die Einsatzkräfte vorsichtig agierten und mit Ingenieuren zusammenarbeiteten, um festzustellen, welche umliegenden Gebäude sicher betreten werden konnten.
Am Donnerstag fanden die Einsatzkräfte sechs Leichen. Die Suchmannschaften mussten die Überreste vor der Übergabe an die Staatsanwaltschaft dekontaminieren, und die Sucher selbst mussten sich ebenfalls reinigen. Die Ursache des Unglücks unterlag der Untersuchung durch die zuständigen Behörden.
Unter den vermuteten Toten befanden sich zwei Brüder, Tyler und Brad Covington, die gemeinsam in der Fabrik arbeiteten. Auch Gilbert Bernal, ein Großvater und Elektriker der Anlage, sowie John Forsberg, der als Witze und Freund bekannt war, starben in der Explosion. Die Freunde und Verwandten begannen, die Namen der Opfer zu bestätigen und sammelten Spenden für die betroffenen Familien.
Die japanische Muttergesellschaft der Fabrik, die Nippon Paper Group, äußerte in einer aktuellen Erklärung am Freitag ihre aufrichtige Anteilnahme an den Hinterbliebenen.