Ein ehemaliger Präsident der Weltbank äußerte die Ansicht, dass China die Anhäufung von Nahrungsmitteln und Düngemitteln einstellen müsse. Er erklärte, dass diese Maßnahmen zur Entlastung einer globalen Versorgungskrise notwendig seien, welche durch den Konflikt im Iran verursacht wurde. Malpass betonte, dass China den größten Weltvorrat an Lebensmitteln und Düngemitteln besaß und diese Lagerbestände aufbauen könne. 1. China stoppte den Export von Düngemitteln bereits im März, um die heimischen Bestände zu schützen.
Die Äußerungen des ehemaligen Weltbankchefs erfolgten im Vorfeld des Trump-Xi-Gipfels in Peking. Malpass hinterfragte zudem die Glaubwürdigkeit Chinas Anspruch auf den Status eines Entwicklungslandes. Er merkte an, dass Peking als zweitgrößte Wirtschaftsmacht der Welt und in vielerlei Hinsicht reich sei, die Behauptung eines Entwicklungslandes im Welthandel und bei der Weltbank jedoch nicht mehr zutreffend sei. Er forderte eine Überprüfung dieser Stellung innerhalb der Organisationen.
Im Kontext des Iran-Schiedsfeuers appellierte Malpass an die internationale Gemeinschaft, hinter die Vereinigten Staaten zu treten und eine Lösung für die Blockade des Hormus-Jalvors zu fordern. Er betonte, dass es keine „irreguläre Staat“ mit Plutonium geben dürfe und die Straße von Hormus nicht blockiert werden dürfe.
Malpass zeigte sich hoffnungsvoll, dass China bei der Lösung des Stillstands im Hormus-Jalvors unterstütze. Er argumentierte, dass die freie Schifffahrt aus wirtschaftlichen Gründen für China von Interesse sei. China profitiere von offenen Wasserstraßen weltweit, da es die Schifffahrtslinien betrieb und erhebliche Gewinne aus dem internationalen Handel erzielte. Er stellte fest, dass China ein großer Verlierer wäre, wenn der Iran die Kontrolle über die Straße von Hormus erlangte.
Hinsichtlich der wirtschaftlichen Lage der amerikanischen Bevölkerung äußerte Malpass die Erwartung steigender Preise. Er prognostizierte einen Anstieg bei vielen Produkten, obwohl robuste Beschäftigungsdaten die Widerstandsfähigkeit der US-Wirtschaft belegten.