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Wirtschaft

Explosion in chinesischem Kohlebergwerk: Todesopfer stiegen auf 90

Unfall in Shanxi führte zu einer erhöhten Zahl von Todesfällen und forderte sofortige Untersuchungen

Die Todeszahlen bei einer Gasexplosion in einem Kohlebergwerk in der Provinz Shanxi im Norden Chinas stiegen auf mindestens 90, berichtete die staatliche Nachrichtenagentur CCTV am Samstag. Die Explosion ereignete sich am Freitagnachmittag im Kohlebergwerk Liushenyu im Landkreis Qinyuan, als 247 Arbeiter unter Tage befanden. Die staatliche Nachrichtenagentur Xinhua meldete, dass zuvor acht Menschen getötet worden waren und über 200 Personen sicher an die Oberfläche gebracht worden waren.

Das Foto, das von der staatlichen Rundfunkanstalt CCTV veröffentlicht wurde, zeigte Rettungskräfte mit Tragebändern, die am Unfallort arbeiteten, während Krankenwagen im Hintergrund sichtbar waren. Dieser Bergbauunfall stellte eine der tödlichsten Ereignisse dar, die in den letzten zehn Jahren in China gemeldet wurden. Im Jahr 2023 hatte ein Einsturz in einem Tagebau in Nordinner-Mongolei 53 Todesopfer gefordert, und bereits im Jahr 2009 hatte eine Explosion in einem Bergwerk in der Nordostprovinz Heilongjiang mehr als hundert Menschen getötet.

Präsident Xi Jinping forderte in einer Stellungnahme der Xinhua, dass die Behörden „keinen Aufwand scheuten sollten“, um die Verletzten zu behandeln und Such- und Rettungsarbeiten durchzuführen. Er befahl zudem eine Untersuchung der Ursache des Unfalls sowie der Verantwortlichen. Er betonte, dass alle Regionen und Abteilungen aus diesem Vorfall lernen sollten, ständig auf die Sicherheit am Arbeitsplatz zu achten und die Entstehung großer und katastrophaler Unfälle entschieden verhindern und eindämmen sollten.

Premierminister Li Qiang bekräftigte diese Anweisungen und forderte eine zeitnahe und genaue Veröffentlichung der Informationen sowie eine strenge Rechenschaftspflicht. Die lokalen Notfallverwaltungsbehörden in Qinyuan berichteten, dass die Rettungsarbeiten begannen und die Ursache des Unfalls untersucht wurde. Die staatlichen Medien berichteten zunächst von vier Todesfällen und Dutzenden von Verletzten, nachdem festgestellt wurde, dass die Konzentration von Kohlenmonoxid – einem hochgiftigen, geruchlosen Gas – in den Bergwerken die Grenzwerte überschritten hatte.

China hatte die Todesfälle im Bergbau, die oft durch Gasexplosionen oder Überschwemmungen verursacht wurden, seit den frühen 2000er Jahren durch strengere Vorschriften und sicherere Praktiken signifikant reduziert. Zudem wurden die Führungskräfte des Unternehmens, das für das Bergwerk verantwortlich war, in Gewahrsam genommen, wie Xinhua berichtete.

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