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Politik

China äußerte starke Unzufriedenheit über Verstaatlichung der British Steel

Die Entscheidung belastete die Beziehungen zwischen London und Peking

China äußerte starke Unzufriedenheit über die Verstaatlichung der British Steel. Die chinesische Regierung bezeichnete die britische Entscheidung als einen schwerwiegenden Eingriff in die legitimen Rechte und Interessen der Jingye Group und kritisierte die Maßnahme als einen erheblichen Schlag für das Vertrauen chinesischer Unternehmen in die Investitionen im Vereinigten Königreich. Die chinesische Handelsministerin forderte Großbritannien auf, seine Verpflichtungen aus dem bilateralen Investitionsvertrag zwischen China und dem Vereinigten Königreich nachdrücklich zu erfüllen.

Die britische Regierung erklärte, die Übernahme des Unternehmens diente dem Schutz der Arbeitsplätze und der Sicherung einer „lebenswichtigen nationalen Fähigkeit“. Die Kontrolle über die britischen Stahlbetriebsgesellschaften in Scunthorpe erfolgte im vergangenen Jahr, obwohl das Unternehmen noch Eigentum der chinesischen Jingye Group blieb, was die Handlungsfähigkeit der Regierung einschränkte.

Die Verstaatlichung erfolgte nach der Verabschiedung von Gesetzen, welche die Regierung befähigten, die Stahlindustrie unter bestimmten öffentlichen Interesse-Kriterien in öffentliches Eigentum zu überführen. Die Jingye Group forderte Entschädigung, da das Unternehmen täglich Verluste von rund 700.000 Pfund erlitt, jedoch erhielt die BBC keine Antwort von Jingye selbst.

Die Entscheidung, die British Steel in öffentliches Eigentum zu überführen, verlieh der Regierung die Freiheit, die Zukunft der Anlage zu bestimmen, während die Hochöfen in Betrieb blieben. Die Regierung erkannte an, dass das Unternehmen langfristig nicht weitergeführt werden konnte, da es täglich mehr als eine Million Pfund kostete.

Die Entscheidung stellte einen neuen geopolitischen Konflikt zwischen dem Vereinigten Königreich und China dar. Die Verstaatlichung der British Steel markierte einen weiteren Spannungspunkt in den Beziehungen beider Nationen. Die zukünftige Politik des Premierministers Andy Burnham musste die wirtschaftlichen Vorteile der Beziehungen zur zweitgrößten Wirtschaft der Welt gegen die Auswirkungen dieser Maßnahme abwägen.

Die chinesische Botschaft kritisierte die britische Maßnahme, da sie die Möglichkeit in Frage stellte, dass das Vereinigte Königreich ein offenes und unparteiisches Geschäftsumfeld für Unternehmen aus anderen Ländern bieten konnte. Die chinesische Botschafterin äußerte Bedenken hinsichtlich der Einhaltung internationaler Regeln und der fairen Behandlung chinesischer Unternehmen im Vereinigten Königreich.

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