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Politik

Suizidwarnung vor Tod in australischer Ankunftszelle: China äußerte ernste Besorgnis

Interne Dokumente enthüllten Risiken in der australischen Migrationsverwaltung und lösten diplomatische Reaktionen aus

Ein chinesischer Staatsbürger starb in einer australischen Ankunftszelle in Melbourne an Suizid. Interne Dokumente zeigten, dass die Verhaftete weniger als vierundzwanzig Stunden vor ihrem Tod Suizidgedanken äußerte und eine Vorgeschichte von Selbstverletzungen besaß. Dieser Vorfall löste ernste Fragen hinsichtlich der angemessenen Überwachung und der Eignung des Raumes für die Verhaftete auf.

Die Tragödie rief auch eine Intervention von Australiens größtem Handelspartner hervor. Die Botschaft der Volksrepublik China bestätigte, dass sie „ernste Repräsentationen einlegte und tiefe Besorgnis hinsichtlich der Umstände des Todes zum Ausdruck brachte“. Die Botschaft erklärte, China würde den Fall genau verfolgen und die Sicherheit sowie die legitimen Rechte und Interessen chinesischer Bürger schützen.

Die öffentliche Intervention Chinas stellte den Innenminister Tony Burke vor ein neues Problem. Er war bereits wütend über eine Reihe von Sicherheitsmängeln im Zusammenhang mit dem neuen Migrationsauftragnehmer, Secure Journeys, einer lokalen Tochtergesellschaft der in den Vereinigten Staaten ansässigen multinationalen Gefängnisgesellschaft Management and Training Corporation (MTC).

Im Mai enthüllte die Guardian eine Reihe von Versäumnissen, die den Entkommen risikoreicher Verhafteter ermöglichten und dazu führten, dass unzureichend ausgerüstetes Personal gestochen und ins Krankenhaus gebracht wurde. Eine Untersuchung warnte sogar davor, dass das „minimalistische Personalmodell“ der MTC sowohl Mitarbeiter als auch Verhaftete gefährdete.

Die Behörden untersuchten die Situation. Die australische Grenzpolizei gab eine kurze Erklärung, dass die Verhaftete am Morgen des 10. Juli in der Ankunftszelle gefunden worden war. Die Verhaftete, eine Frau Mitte dreißig, wurde am Vortag wegen einer Überschreitung ihres Visums festgenommen. Die Grenzpolizei informierte Secure Journeys über die Vorgeschichte von Selbstverletzungen und Suizidgedanken.

Die Behörden untersuchten den Tod als nicht verdächtig. Ein Bericht des Nationalen Präventiven Mechanismus stellte fest, dass kritisch niedrige Personalbesetzungen die Sicherheit der Haftzentren gefährdeten. Zudem führte die Unterbesetzung dazu, dass kranke Verhaftete keine medizinischen Termine wahrnehmen konnten, da MTC keine Mitarbeiter zur Begleitung zu Gesundheitseinrichtungen bereitstellte.

Die MTC sah sich zudem wiederholt Untersuchungen ausgesetzt, darunter durch die Arbeitsaufsichtsbehörde Comcare. Diese Behörde warnte die Regierung vor zahlreichen Berichten über „ernsthafte Verletzungen oder Krankheiten bei Arbeitern und anderen (Verhafteten)“, „Suizidgedanken und Todesfälle unter Verhafteten“ sowie „Verhaftete-Gewalt“. Die Risikobewertungssysteme in den Zentren erwiesen sich als unzureichend und setzten Personal und Verhaftete ernsthaften Gefahren aus.

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