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China testete Langstreckenrakete im Pazifik: Australien verurteilte die Maßnahme

Militärische Übung in der Region löste Besorgnis aus und verstärkte die Sicherheitsdebatte

China führte einen Test einer Langstreckenrakete im Südpazifik durch. Die Rakete, ausgestattet mit einer leeren Sprengladung, landete in den ausgewiesenen Gewässern des Pazifiks, berichtete die staatliche Nachrichtenagentur Xinhua am Montag. Dieser Test galt als routinemäßige Übung im Rahmen der jährlichen militärischen Ausbildung Chinas. Relevante Länder erhielten hierzu eine vorherige Benachrichtigung, so Xinhua.

Die genaue Lage des Tests blieb unbekannt. Die Regierung Neuseelands teilte mit, dass sie über die geplanten Startzeiten informiert worden war und darauf hingewiesen, dass die Rakete in die Zone des nuklearfreien Südpazifiks abgefeuert wurde. Der Test erfolgte zeitlich kurz nach der Unterzeichnung einer wichtigen Verteidigungsallianz zwischen Australien und Fidsi, welche beide Länder zur gegenseitigen Unterstützung bei Angriffen verpflichtete.

Analysten äußerten die Befürchtung, dass der Zeitpunkt des Tests kein Zufall war. Malcolm Davis, ein leitender Verteidigungsanalytiker am Australian Strategic Policy Institute, meinte, der Test signalisierte, dass China militärische Gewalt oder die Androhung militärischer Gewalt einsetzen wollte. Dies diente dazu, kleine pazifische Staaten zu intimidieren und zu zwingen, keine engere Beziehung zu Australien zu suchen.

Der australische Außenminister Matt Thistlethwaite äußerte tiefe Besorgnis und erklärte, dass die Motivationen hinter dem Test eine Frage der chinesischen Regierung seien. Der neuseeländische Außenminister Winston Peters bezeichnete den Test als „zutiefst besorgniserregend“ und kritisierte, dass China den Test innerhalb weniger Stunden nach der Benachrichtigung Neuseelands durchgeführt hatte. Er betonte, dass Chinas Test der nuklearen Waffen in den Südpazifik „inkonsistent mit dem Ziel“ sei, den Pazifik als „Ozean des Friedens“ zu erhalten.

Die australische Außenministerin Penny Wong bestätigte, dass die Regierung von der Volksrepublik China über die Absicht zur Durchführung eines See-Rakettentests informiert worden war. Sie betonte, dass Australien klar gemacht hatte, dass diese Maßnahme als destabilisierend für die Region angesehen wurde. Wong erklärte, dass der Test im Kontext einer schnellen militärischen Aufrüstung Chinas stattfand, die in ihrer Intention mangelte. Die Region erhoffte sich Transparenz und Sicherheit.

Zusätzlich zeigten Satellitenverfolgungsfahrzeuge Chinas Präsenz im Pazifik. Drei chinesische Satellitenfahrzeuge positionierten sich im gesamten Pazifik. Diese Schiffe trugen große Satellitenschüsseln, die zur Verfolgung von Raketenstarts und anderer Weltraumaktivitäten dienten. Analysten vermuteten, dass diese Schiffe im Pazifik Daten zur Raketenprobe sammelten. Die Benachrichtigung der regionalen Regierungen über den Test erfolgte jedoch unmittelbar nach der Allianzunterzeichnung, was als bemerkenswert erachtet wurde.

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