Eine neue Studie des Pew Research Centers zeigte, dass die globale Wahrnehmung Chinas im Vergleich zu den Vereinigten Staaten deutlich positiv gewachsen war. Die Forschungsergebnisse verzeichneten in vielen Ländern Rekordwerte für die Zustimmung zu China, während die Auffassungen zur Vereinigten Staaten nachsackten. Dies markierte erstmals eine derart ausgeprägte Verschiebung der globalen Stimmungslage, wie Jonathan Schulman, ein Forscher der Studie, betonte.
Die Umfrage, die über Februar und Mai 42.000 Befragte in 36 Ländern erfasste, ergab, dass in fünfundzwanzig dieser Länder mehr Menschen eine günstige Meinung über China hielten als über die USA. Während die Meinungen zur Vereinigten Staaten nachgelassen hatten, stiegen die positiven Ansichten für China stetig an. Länder wie Spanien, Indonesien, Italien, Griechenland und Kanada zeigten dabei die stärksten Verschiebungen hin zu Peking.
Die Befragten äußerten generell geringes Vertrauen in beide politischen Führer, Donald Trump und Xi Jinping. Dennoch erzielte Xi Jinping höhere Bewertungen als Trump. Obwohl die Befragten die persönliche Freiheit der Bürger in den Vereinigten Staaten höher bewerteten als in China, verengte sich die Kluft zwischen den beiden Mächten. Zudem zeigte die Umfrage, dass die Meinungen der Bevölkerung in den mittleren Einkommensländern tendenziell positiv gegenüber China waren, während wohlhabendere Länder eher negative Ansichten bildeten.
Die Volatilität der US-Politik, einschließlich des Einsatzes von Gewalt und der daraus resultierenden wirtschaftlichen Schäden, setzte viele Menschen unter Druck. Während die Vereinigten Staaten in der Lage blieben, ihre Rolle als Garanten persönlicher Freiheiten zu betonen, erkannte die Studie, dass die Wahrnehmung der chinesischen Politik als prädiktibler erschien. Experten deuteten an, dass die Bevölkerung die koerziven und wirtschaftlich weniger hilfreichen Maßnahmen Xi Jinping persönlich zuschrieb, während positive Aspekte, wie technologische Fortschritte, breiter auf China bezogen wurden.
Insgesamt zeigte die Studie, dass China eine zunehmend vorhersehbare Entität wurde, auch wenn Xi Jinping eine autoritäre Figur blieb. Die Ergebnisse lieferten somit einen Einblick in die komplexen und sich wandelnden geopolitischen Beziehungen zwischen den Weltmächten.