Die US-Kette Chipotle verkündete eine Expansion nach Mexiko. Die erste Filiale eröffnete in der gehobenen Nachbarschaft San Pedro Garza García in Monterrey, dem nördlichen Bundesstaat Nuevo León. Diese Entscheidung löste bei den lokalen Bevölkerungsgruppen Verwirrung, Skepsis und Wut aus. Viele Nutzer auf sozialen Medien äußerten ihre Ablehnung gegen die Vorstellung, dass eine amerikanische Unternehmensversion der mexikanischen Küche in das Land gebracht wurde.
Die Debatte drehte sich um die Frage, ob die Unternehmensgewinne in den USA blieben oder ob die lokale Wirtschaft gestärkt wurde. Einige argumentierten, dass die Unterstützung lokaler Betriebe und die Besteuerung durch diese generelle Wirtschaftsimpakt für eine zirkuläre Ökonomie wichtig seien. Andere sahen die Maßnahme als unlogisch an und vergleichen sie mit früheren Versuchen anderer US-Fast-Food-Ketten, die in den Ländern ihrer kulinarischen Inspiration scheiterten.
Historische Vorfälle lieferten Argumente gegen die Expansion. Taco Bell versuchte zweimal, in Mexiko Fuß zu fassen, schloss jedoch alle seine Restaurants im Jahr 2010. Lokale Kritiker betonten, dass US-Franchises in Monterrey nicht erfolgreich waren und dass die Eröffnung einer Filiale nicht automatisch den Erfolg garantierte. Einige bemerkten, dass andere Ketten es nicht schafften, überhaupt in Mexiko-Stadt zu gelangen, weil sie in Nuevo León nicht bestehen konnten.
Chipotle verwies auf die kulturelle Verpflichtung und die Achtung des kulinarischen Erbes des Landes. Der Vorstandsvorsitzende erklärte, dass die Kette mit tiefem Respekt vor dem kulturellen Erbe Mexikos in das Land eintrat und eine exzellente Erfahrung bieten wolle. Der Chief Business Development Officer betonte, dass die erste Filiale als Beweis dient, um die lokalen Verbraucherpräferenzen besser zu verstehen, bevor die Kette weiter wuchs.
In Zusammenarbeit mit dem mexikanischen Restaurantbetreiber Alsea plante Chipotle, weitere Restaurants in Nuevo León zu eröffnen und im kommenden Jahr Mexiko-Stadt zu erschließen. Die Firma besaß bereits Restaurants in Kanada, Großbritannien, Frankreich und Deutschland und plante zudem den Eintritt in den asiatischen Markt, mit geplanten Eröffnungen in Südkorea und Singapur.