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College-Betrug in Finnland: Studenten aus Myanmar wurden betrogen

Agentur versprach neue Lebenswege, doch die Realität zeigte sich als finanzielle Falle

Eine Studentenbetrugsmasche, die jungen Flüchtlingen versprach, in Finnland ein neues Leben zu ermöglichen, entfaltete sich. Ma Naw Phaw, eine junge Frau, die aus Myanmar floh, nahm die Chance auf ein Berufsschulstudium in Finnland sofort an. Sie suchte eine Ausbildung zur Krankenpflege und hoffte auf eine bessere Zukunft. Die Verheißung einer neuen Existenz entpuppte sich jedoch schnell als Illusion.

Ma Naw Phaw zahlte einer Agentur namens Brighter Future Way (BFW) rund zehntausend Euro. Diese Summe sollte die Kosten für Sprachkurse, die Bewerbung für die Berufsschule und eine Aufenthaltserlaubnis in Finnland decken. Die Familie investierte fast ein Jahr, um diese Mittel zu sammeln, in der Hoffnung, dass die Agentur den Wendepunkt für ihre Situation bringen würde.

Doch der Traum zerbrach im April. Finnland lehnte Ma Naw Phaws Antrag auf eine Aufenthaltserlaubnis ab, obwohl die Agentur versichert hatte, dass dies problemlos möglich sei. Als sie versuchte, eine Rückerstattung zu erwirken, fand sie die Agentur nicht mehr. Wochen später erfuhr sie, dass der Gründer der BFW in Finnland verhaftet worden war.

Die finnische Grenzschutzbehörde leitete eine umfangreiche Untersuchung gegen eine Bildungsagentur ein, welche angeblich etwa dreihundertfünfzig birmanische Studenten zwischen 2022 und 2025 für Berufsschulen in Finnland vermittelt hatte. Es wurde vermutet, dass einige dieser Studenten exorbitante Beträge unter dem Deckmantel der Organisation von Studienplätzen, Aufenthaltserlaubnissen und Sprachprüfungen bezahlt hatten. Diese Situation konnte viele Studenten in eine verletzliche Lage bringen und sie anfällig für weitere finanzielle Ausbeutung machen konnte.

EduSavo Oy, eine Berufsschule in Iisalmi, brach die Partnerschaft mit der BFW ab, da sie keine Studiengebühren erhalten hatte. Die Unternehmensleitung teilte mit, dass sie Informationen über die laufende polizeiliche Untersuchung erhielt und feststellte, dass die BFW die Zahlungen nicht mehr leisten konnte. Die Bildungsministerien Finnlands äußerten zwar Besorgnis über die mutmaßlichen Verstöße, beteiligten sich aber nicht an der Ermittlung.

Agenturen wie die BFW entstanden in jüngster Zeit, da Studenten aus Nicht-EU-Ländern über solche Drittparteien in finnische Bildungseinrichtungen aufgenommen werden konnten. Diese Agenturen konnten spezifische Programme auf Basis der Bedürfnisse der Rekrutierung anpassen. Die Agentur BFW spezialisierte sich auf Sprachschulungen und die Rekrutierung von Personen aus Myanmar, die eine Auswanderung planten. Viele Studenten berichteten, dass sie ihre gesamten Ersparnisse für die Programme aufwenden mussten, ohne eine angemessene Entschädigung zu erhalten.

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