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Politik

Kubas Energiekrise: Dieselmangel und Proteste im Zentrum

US-Blockade und internationale Hilfe standen im Fokus der politischen Spannungen

Cuba litt unter einem gravierenden Energieengpass. Der Energieminister Vicente de la O Levy erklärte, dass das Land vollständig ohne Diesel und Treibstofföl blieb. Er betonte, dass die Energieversorgung des Landes in einem „kritischen“ Zustand befand, da die US-geführte Ölblockade die Lieferungen drastisch einschränkte.

Aufgrund dieser Versorgungslage brachen in der Hauptstadt Havanna am Mittwoch Proteste gegen die Stromausfälle aus. Hunderte Kubaner marschierten durch die Stadt, blockierten Straßen mit verbranntem Müll und rief gegen die Regierung. Dies markierte die größte Demonstrationsnacht seit Beginn der Energiekrise im Januar.

Die Situation war extrem angespannt. Teile Havannas erlebten periodische Stromausfälle von zwanzig bis zweiundzwanzig Stunden. Krankenhäuser konnten ihre normalen Funktionen nicht erfüllen, Schulen und Regierungsbüros mussten schließen. Auch der Tourismus, der eine wirtschaftliche Säule Kubas darstellte, erlitt erhebliche Schäden.

Die Abhängigkeit Kubas von Venezuela und Mexiko für die Ölversorgung brach zusammen. Beide Länder reduzierten die Lieferungen, nachdem der US-Präsident Donald Trump Zölle gegen Staaten androhte, die Treibstoff nach Kuba lieferten.

Präsident Miguel Díaz-Canel wandte die Ursache der Engpässe der Vereinigten Staaten zu. Er bezeichnete die Energieblockade als „genozidale Energieblockade“, die Kuba unter die US-Regierung setzte und irrationale Zölle gegen jede Nation drohte, die Treibstoff lieferte.

Die Vereinigten Staaten wiederholten ihre Hilfeangebote. Das US-Außenministerium bot 100 Millionen Dollar an, um im Austausch für „bedeutende Reformen“ des kommunistischen Systems Kubas. Das US-Außenministerium betonte, dass die Entscheidung beim kubanischen Regime lag, ob es diese Hilfe annahm oder kritische lebensrettende Unterstützung verweigerte.

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