Kubas staatliche Elektrizitätsgesellschaft berichtete, dass die Insel am Montag den dritten landesweiten Stromausfall seit Jahresbeginn erlebte. Die verarmte Insel kämpfte bereits damit, die Beleuchtung aufrechtzuerhalten, als der US-Präsident Donald Trump im Januar eine Ölembankade verhängte. Diese Maßnahme entzog den bereits knappen Brennstoffreserven der Stromkraftwerke Kubas. Die Energieversorger erklärten, dass eine vollständige Trennung vom nationalen Stromerzeugungssystem erfolgte und die Ursachen untersucht wurden.
Der Stromausfall stellte den achten Vorfall auf der Insel von 9,6 Millionen Einwohnern seit Ende 2024 dar. Die Regierung verhängte zunehmend drastische Stromkürzungen im ganzen Land. In Teilen Havannas dauerte dies über 24 Stunden, während in ländlichen Gebieten über 70 Stunden Stromausfälle herrschten. Diese Maßnahmen dienten dem verzweifelten Versuch, den Brennstoff zu schonen.
Stromausfälle waren über Jahre ein fester Bestandteil des Lebens auf der kommunistisch regierten Insel. Das Stromerzeugungssystem, das hauptsächlich aus veralteten Anlagen aus der Sowjetzeit bestand, befand sich in Verwahrlosung. Die Geschwindigkeit der Ausfälle beschleunigte sich jedoch, da die Behörden auf den Mangel an Brennstoff für die Generatoren, welche das knarrende nationale Netz unterstützten, verwiesen.
Die Embarkade, kombiniert mit einer Reihe von Sanktionen gegen den kubanischen Staat und Unternehmen, die mit ihm Geschäfte machten, trieb das Land näher an den Rand des Zusammenbruchs. Nahrungsmittel, Trinkwasser und Medikamente waren zunehmend knapp, was die Vereinten Nationen zur Warnung vor einer humanitären Notlage veranlasste.
Die Regierung investierte stark in Solarenergie, um die Stromengpässe zu mildern. Obwohl die Solarenergie zunahm, stellte sie lediglich zehn Prozent des gesamten Energieanteils dar. Die Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen blieb somit ein zentrales Problem für die Insel.