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Dänische Behörden gaben Touristen Anweisungen bei Begegnung mit Wolfsbeständen

Verhaltensempfehlungen in der Region Oksbøl

Die dänischen Behörden gaben Touristen klare Verhaltensregeln bei einer Begegnung mit einem Wolf. Sie rieten den Besuchern, stillzuhalten, Augenkontakt zu halten und im Falle eines Angriffs maximalen Widerstand zu leisten. Diese Empfehlungen wurden an touristische Unterkünfte, Campingplätze und Besucherzentren in Dänemark verteilt. Die Anweisungen zielten darauf ab, die Sicherheit der Besucher zu gewährleisten und eine Eskalation der Situation zu verhindern.

Die Rückkehr der Wölfe nach Dänemark begann im Jahr 2012 nach einer zweihundertjährigen Abwesenheit. Schätzungen zufolge befanden sich derzeit 49 Wölfe auf der dänischen Halbinsel Jutland. Obwohl es selten war, dass Wölfe Menschen annäherten, wurden junge Tiere bereits Anfang dieses Jahres in der Nähe des beliebten Tourismusortes Oksbøl gesichtet. Die Gemeinde Varde und Visit Vesterhavet verbreiteten die offiziellen Richtlinien in Dänisch, Englisch und Deutsch.

Touristen erhielten die Anweisung, ruhig zu bleiben und still zu verharren, wenn ein Wolf präsent war. Sie sollten den Wolf ansehen, ein Foto machen und bei Fluchtversuchen laut rufen, die Hände klatschen und die Arme wedeln. Es wurde betont, dass Besucher keinen Wolf folgen oder ihm den Rücken zukehren sollten. Die Empfehlung lautete, den Wolf direkt anzustarren, um Dominanz zu signalisieren.

Sollte es jedoch zu einem Angriff kommen, wurden die Besucher aufgefordert, maximalen Widerstand zu bieten. Sie sollten Schläge und Tritt verwenden sowie jegliche stumpfe Waffe einsetzen. Darüber hinaus besagte die Regierungsempfehlung, dass Kinder unter zehn Jahren in der Region Oksbøl stets von einem Erwachsenen begleitet werden mussten.

Ein Wolfsexperte, Professor Peter Sunde, bemerkte, dass junge Wölfe im Frühling und Winter 2026 in der Region Oksbøl beobachtet wurden, die menschliche Anwesenheit suchten und ihre Fluchtdistanz merklich reduzierten. Er diskutierte, ob Touristen, die weder über die Wölfe noch über die grundlegenden Begegnungsregeln informiert waren, zur Entwicklung dieses Verhaltens beigetragen hätten. Er betonte, dass Menschen, die Wolfslebensräume besuchten, verstehen mussten, dass sie weder Wölfe annähern noch Nahrung hinterließen, die sie anlocken konnte.

Die Kampagne diente der Aufklärung der Besucher über den korrekten Verhaltenskodex. Sandie Eis Ravn, stellvertretende Bürgermeisterin von Varde, erklärte, dass die Maßnahme auf die Wünsche lokaler Unternehmen zurückging. Sie betonte, dass Besucher wissen mussten, welchen Verhaltenskodex sie anwenden sollten, wenn sie ein Tier in der nahegelegenen Waldlandschaft sahen.

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