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Kriminalität

Verdächtiger Krimineller Daniel Kinahan kehrte nach Irland in Hochsicherheitsoperation zurück

Der Verdächtige wurde aus den Vereinigten Arabischen Emiraten ausgereist und stand wegen Leitung einer kriminellen Organisation vor Gericht.

Der irische Staatsejet, der den Verdächtigen Daniel Kinahan transportierte, verließ Dubai und erreichte Dublin. Der 49-jährige Mann wurde im April in den Vereinigten Arabischen Emiraten festgenommen und wurde zur Auslieferung in die Republik Irland überstellt, um sich wegen der Leitung einer kriminellen Organisation zu verantworten. Bei seiner Ankunft in Dublin stand Kinahan unmittelbar vor Anklage und wurde von den Gardaí (der irischen Polizei) vor dem nicht-juristischen Spezialkriminalgericht am Sonntagabend verhandeln lassen.

Vor der Auslieferung wurde eine umfangreiche Sicherheitsoperation eingeleitet. Vor diesem Hintergrund kaufte die irische Gefängnisverwaltung einen kugelsicheren und bommfesten Wagen, der zur Begleitung hochriskanter Gefangener diente. Die irischen Behörden erwarteten, dass Kinahan wegen seiner Beteiligung an einer organisierten Kriminalitätsgruppe angeklagt wurde.

Kinahan war nicht nur in Irland gesucht, sondern auch international. Das US-Finanzministerium beschloss im April 2022 Sanktionen gegen Kinahan, nachdem er und andere Mitglieder seiner Familie als Anführer der Kinahan-Organisationskriminalitätsgruppe identifiziert worden waren. Er kämpfte gegen Versuche, ihn in sein Heimatland zurückzuschleusen, wo die Kinahan-Kartell-Aktivitäten einen langjährigen Gangland-Fehde mit achtzehn Todesopfern verursachten. Kinahan selbst wurde zum Ziel von Mordversuchen und entkam einem Todeskampf bei einer tödlichen Schießerei in einem Hotel in Dublin im Jahr 2016.

Die Sicherheitsoperation am Sonntag umfasste bewaffnete Gardaí (irische Polizei) und Mitglieder der irischen Verteidigungsstreitkräfte sowie die Gefängnisverwaltung. Zudem wurden die Einrichtungen im maximal gesicherten Portlaoise-Gefängnis im County Laois aufgerüstet, wo Kinahan in Untersuchungshaft gehalten werden sollte. Ein Auslieferungsabkommen existierte zwischen den Vereinigten Arabischen Emiraten und Irland und diente bereits zuvor der Auslieferung von Sean McGovern, einem „leitenden Offizier“ der organisierten Kriminalitätsgruppe.

Die Kinahan-Gruppe verantwortete über zwanzig Jahre den Import von Tonnen von Drogen und Waffen weltweit, so besagte die Nationale Kriminalagentur. Nach Angaben des ehemaligen Gardaí-Kommissars Drew Harris schätzte man den Gang einen globalen Verdienst von über einer Milliarde Euro. Das US-Finanzministerium verglich die Gruppe mit Organisationen wie der Camorra oder der Yakuza. Ein Preisgeld von bis zu fünf Millionen Dollar wurde zudem für Informationen über die drei ranghöchsten Mitglieder der Kinahan-Gang angeboten.

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