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Bildung

Dänemark reagierte auf KI-Betrug: Studenten mussten mündliche Verteidigung leisten

Regierung erließ neue Regeln zur Nutzung von Künstlicher Intelligenz in Schulen

Die dänische Regierung verkündete, dass Schülerinnen und Schüler, die Künstliche Intelligenz zur Täuschung nutzten, strengeren Regeln unterliegen würden. Die Jugendlichen mussten ihre schriftlichen Arbeiten mündlich verteidigen, um den Missbrauch von KI zu bekämpfen. Die Maßnahmen traten unmittelbar in Kraft, nachdem der Bildungsminister Magnus Heunicke dringendes Handeln forderte.

Die Regelungen betrafen Schülerinnen und Schüler der Oberstufe (Gymnasiet) im Alter von sechzehn bis neunzehn Jahren. Sie wurden angehalten, schriftliche Aufgaben unter kontrollierten Bedingungen in der Schule zu verfassen, anstatt diese zu Hause zu erledigen. Dies beinhaltete die Überwachung ihrer Computerbildschirme.

Heunicke erklärte, dass die Künstliche Intelligenz eine wachsende Herausforderung für Lehre und Prüfungen darstellte. Die neuen Maßnahmen sollten klare Richtlinien festlegen, wann die Nutzung von KI untersagt wurde. Es hoffte man, dass diese Regelungen halfen, die Kompetenzen der Lernenden zu schützen und die Fähigkeit zur eigenständigen Denkweise zu bewahren.

Als erste Maßnahme wurde die mündliche Verteidigung von Prüfungsarbeiten eingeführt. Etwa neuntausend Oberstufenschüler verfassten jährlich umfangreiche schriftliche Arbeiten, die sie nun mündlich darlegen mussten. Das Ministerium sprach sich mit den Schulen über die beste Vorgehensweise aus.

Des Weiteren verlangten die Schulen die Installation von Überwachungswerkzeugen, um die Nutzung von Computern bei schriftlichen Prüfungen zu kontrollieren. Zudem wurde die Schulen gebeten, die Schüler dazu anzuregen, mehr schriftliche Aufgaben unter kontrollierten Bedingungen in der Schule zu erledigen. Dies sollte den Arbeitsablauf der Schüler verfolgen und eine genauere Grundlage für die Bewertung schaffen.

Die Verfügbarkeit von KI-Werkzeugen stellte die Bildung weltweit vor große Herausforderungen. In den Nachbarländern zeigte sich bereits eine deutliche Reaktion. In Schweden stieg die Zahl der suspendierten oder verwarnten Schüler wegen unautorisierter KI-Nutzung zwischen 2023 und 2025 um 688 Prozent. Die schwedische Ministerin Lotta Edholm forderte eine Überprüfung der Maßnahmen, da Täuschung unabhängig von ihrer Form inakzeptabel sei.

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