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Wissenschaft

Danube erreicht historisch niedrige Pegel: Kernkraftwerke mussten in Ungarn und Rumänien abgeschaltet werden

Rekordniedrigwasser bedrohte die Energieversorgung und enthüllte archäologische Funde

Die rekordniedrigen Wasserstände des Donauflusses zwangen Ungarn zur vollständigen Stilllegung seines einzigen Kernkraftwerks. Premierminister Péter Magyar verkündete, dass die Wasserstände eine kritische Lage für die Energieversorgung darstellten, insbesondere angesichts der anhaltenden Hitzewelle. Das Paks-Kraftwerk, das die Donau zur Kühlung nutzte, konnte aufgrund des extrem niedrigen Wasserspiegels die notwendige Wasserzufuhr nicht mehr gewährleisten. Die Energieversorgung Ungarns stand somit unmittelbar vor einer Krise, während gleichzeitig eine Woche anhaltende Temperaturen um die 37 Grad Celsius erwartet wurden.

In Rumänien erlebte ein ähnliches Szenario. Einer der beiden Kernreaktoren des Landes musste aufgrund der geringen Wasserführung abgeschaltet werden. Die staatliche Gesellschaft Nuclearelectrica versuchte, den Betrieb des anderen Reaktors zu vermeiden. Sollte der zweite Reaktor ebenfalls stillgelegt werden, stand Rumänien, wie Ungarn, vor einer vorübergehenden Entziehung der nuklearen Energieerzeugung. Die hydrologischen Institute berichteten von drastischen Rückgängen des Wasserflusses, wobei die durchschnittliche Strömungsrate der Donau in Rumänien auf weniger als ein Drittel des Juliwerts fiel.

Die niedrigen Wasserstände führten auch zu unerwarteten Entdeckungen entlang des Flusses. Überreste eines gesunkenen ungarischen Frachtschiffs traten in Kroatien wieder zutage, während in Serbien die Überreste einer deutschen Flussflotte sichtbar wurden. Zudem fanden Experten in Bulgarien am Donauufer Knochen, die als Überreste eines Mammuts identifiziert wurden. Diese Funde unterstrichen die ökologische Bedeutung des Flusses und die Tiefe der historischen Schichten.

Die Situation verdeutlichte die zunehmende Belastung durch den Klimawandel. Die Copernicus-Klimadienst berichtete, dass die Erwärmung in Europa doppelt so schnell voranschritt wie der globale Durchschnitt. Diese Entwicklung verstärkte die Häufigkeit von Hitzewellen und erhöhte den Druck auf die europäischen Wasserressourcen. Die Niederschlagsmengen blieben gering, was die Wasserknappheit weiter verschärfte.

Die Auswirkungen erstreckten sich über ganz Europa. In Frankreich und Spanien erlebten die Regionen intensive und weit verbreitete Waldbrände, die Hunderttausende von Evakuierungen auslösten. Experten prognostizierten, dass sich die feuergefährdeten Bedingungen auf Zentraleuropa ausbreiteten, wobei Griechenland und die Türkei besonders stark betroffen waren. Die Beobachtung der Flusspegel in Serbien, insbesondere bei den Nebenflüssen Sava und Tisa, zeigte, dass die Probleme nicht nur durch die aktuellen Temperaturen, sondern auch durch den Mangel an frühlingshafter Niederschlag bedingt waren.

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